Privatsender

ProSiebenSat.1 startet bei Zattoo

Zattoo und ProSiebenSat1 haben eine Vereinbarung getroffen: Künftig werden die sechs Free-TV-Sender der Gruppe, darunter Sat1 und ProSieben, per Zattoo übertragen. Allerdings werden die Nutzer dafür zahlen müssen. Die Sender werden Bestandteil des HiQ-Paketes.
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ProSiebenSat.1-Sender sind künftig auch bei ZattooProSiebenSat.1-Sender sind künftig auch bei Zattoo Nun ist auch die letzte große deutsche Sendergruppe auf Zattoo vertreten: Wie ProSiebenSat1 und Zattoo in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, haben die beiden Unternehmen eine Vereinbarung zur Übertragung des TV-Signals auf der TV-Plattform unterzeichnet. Die Sendergruppe hatte sich - genau wie RTL - lange geweigert, einen Kooperationsvertrag mit der Streaming-Plattform einzugehen.

Offenbar hat nun ein verändertes Nutzungsverhalten dazu geführt, dass nach RTL im vergangenen Juni nun auch die Sendergruppe aus Unterföhring umdenkt und sie so wieder potentiell neue Zuschauer erschließt. Schließlich lassen sich die sechs Sender, die nun übertragen werden sollen, neben Computern auch auf Smartphones und Tablets abrufen. Zattoo bietet zudem Live-TV-Applikationen für internetfähige Fernseher (LG, Samsung, VideoWeb-Box) und für die Xbox 360 an.

ProSieben-Gruppe als Zattoo-Pay-TV

Übertragen werden sollen die Sender SAT.1, ProSieben, kabel eins, sixx, SAT.1 Gold und ProSieben MAXX. Diese Sender sind zwar eigentlich allesamt Free-TV-Sender, werden bei Zattoo jedoch nicht kostenlos zu sehen sein. Sie werden innerhalb des HiQ-Paketes vermarktet, in dem auch die Sender der RTL-Gruppe zu finden sind. Das HiQ-Paket, das zudem Werbeeinblendungen seitens Zattoo unterbindet und 22 Sender in HD bietet, ist in verschiedenen Zeitabschnitten zu buchen. Ein Tag kostet 1,59 Euro, ein Monat 4,99 Euro, drei Monate 12,99 Euro und ein Jahr ist für 44,99 Euro zu haben.

Derzeit sind die neuen Sender noch nicht aktiv. Wann mit einer Aufschaltung zu rechnen ist, ist nicht bekannt. Allerdings kündigte Zattoo an, dass "weitere Informationen von Seiten Zattoo [...] in der nächsten Woche folgen" werden. Zudem werde man daran arbeiten, dass man seinen Nutzern in Deutschland bislang nur ein "fast vollständiges Senderangebot" könne. Weitere Kooperationen scheinen also anzustehen. Dass Zattoo an der Münchener-Privatsendergruppe arbeitet, hatte Zattoo-Chef Niklas Brambring bereits Anfang des Jahres in einem teltarif-Exklusiv-Interview angekündigt.

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