Kommunikation

Nach Telogic-Problemen: Yuilop Comeback mit E-Plus-Nummern

Relaunch soll wieder kostenlose Kommunikation ermöglichen
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Die Energy-Verwaltung in der Yuilop-AppDie Energy-Verwaltung in der Yuilop-App Die Kommunikations-App Yuilop startet kommende Woche einen Relaunch. Nachdem das Unternehmen durch die Probleme des Vorlieferanten Telogic seine Dienste nicht mehr anbieten konnte, startet man nun mit neuen Telefonnummern durch. Das Prinzip hat sich jedoch nicht verändert: Durch Anrufe und SMS zu der Yuilop-Nummer, die nun direkt im E-Plus-Netz geschaltet ist, bekommt der Nutzer Punkte (Yuilop-Sprech: ENERGY) gutgeschrieben, die er dann wiederum für die eigene Kommunikation nutzen kann.

Die App gibt es für Android und iOS. Sie nimmt Gespräche auf der Yuilop-Nummer entgegen und regelt auch die Entgegennahme von SMS, die dort ankommen. Übertragen werden die Anrufe und SMS jedoch nicht klassisch, sondern IP-basiert, sprich per WLAN oder UMTS/HSPDA. Letztlich wird also die VoIP-Technologie genutzt.

Anrufe und SMS bringen Punkte

Für jede eingehende Gesprächsminute und jede SMS bekommt der Yuilop-Nutzer Punkte gutgeschrieben. Es wäre also in seinem Interesse, nicht mehr die eigentliche Handynummer zu nennen, sondern die Yuilop-Nummer zu verbreiten, um mit Anrufen Punkte zu verdienen. Diese Punkte lassen sich dann für eigene abgehende Gespräche und SMS nutzen. Nachteil: Wer keine Anrufe oder SMS bekommt, bekommt nach Yuilop-Angaben nur durch Werbung Punkte. Hat er keine Punkte mehr, kann er nicht mehr abgehend telefonieren. Das Kaufen von Punkten ist nicht möglich. Allerdings gibt es für Neunutzer zum Beispiel für das Herunterladen der App, das Freischalten der Rufnummer und andere Dinge einmalig Punkte, so dass der Dienst direkt genutzt werden kann.

Anders als WhatsApp lässt sich Yuliop nach Angaben des Anbieters auf mehreren Geräten nutzen. So kann der Griff gleichermaßen zum iPod Touch, dem Smartphone oder dem Tablet erfolgen und der Dienst kann genutzt werden. Zum Start sind eingehend nur SMS möglich. Erst einige Tage später wird der Anbieter dann auch eingehende Telefonate freischalten. In welchem Verhältnis eingehende und abgehende Anrufe in der Punktewertung zueinander stehen, teilte der Anbieter noch nicht mit. Es sei aber davon auszugehen, dass eine SMS so viel "kostet", wie eine eingehende SMS bringt. Gleiches gilt für Gespräche.

Yuilop lässt sich aufgrund der IP-basierten Abwicklung auch im Ausland nutzen, sobald der Nutzer dort ein WLAN zur Verfügung hat. Gespräche kosten den Anrufer so viel wie ein normales Handygespräch, aufgrund der Zustellung über ein WLAN-Netz ist der Anruf für den Angerufenen kostenlos. Roaming-Gebühren fallen somit nicht an. Entsprechend sind auch SMS ohne weitere Kosten möglich. Nachteil: Bei fehlender Datenverbindung sind weder Anrufe noch SMS möglich.