Anbieter und Kosten

Übersicht: Kosten und Konditionen der WLAN-Anbieter

Bei den kommerziellen WLAN-Hotspots existieren verschiedene Abrechnungsvarianten. Einige Anbieter haben Tarife mit einem Minutentakt in Zehnerschritten im Angebot, andere Provider bieten zusätzlich oder ausschließlich Tages- oder Monats-Flatrates an.
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Bei den kommerziellen WLAN-Hotspots existieren verschiedene Abrechnungsvarianten. Einige Anbieter haben Tarife mit einem Minutentakt in Zehnerschritten im Angebot, andere Provider bieten zusätzlich oder ausschließlich Tages- oder Monats-Flatrates an. Außerdem erfolgt die Erfassung der Nutzungsdauer nicht immer auf dieselbe Art und Weise. Bei den minutenbasierten Tarifen gibt es Anbieter, die dem Nutzer das Weitersurfen mit einmal gebuchtem Guthaben nach der Abmeldung vom WLAN-Hotspot auch noch Tage später ermöglichen. Bei anderen läuft der Timer nach der Anmeldung unabhängig von der Nutzung so lange weiter, bis der gebuchte Zeitraum abgelaufen ist.

WLAN-Flatrates können sich schnell lohnen

In der Regel sinkt der Preis pro Zeiteinheit mit steigender Vertragsdauer. So kann es sein, dass sich je nach Anbieter die Buchung einer Monats-Flat bereits lohnt, wenn man nur wenige Stunden im Monat an WLAN-Hotspots eines Betreibers surft. Manche Anbieter unterscheiden bei den Kosten auch nach verwendetem Endgerät und berechnen für die Notebook-Nutzung mehr als für die Verwendung der Internetverbindung mit einem Smartphone. Andere unterscheiden beim Preis, ob man ein oder mehrere Endgeräte nutzt. In der folgenden Tabelle finden Sie die Anzahl der WLAN-Hotspots und die Tarifmodelle einiger großer Anbieter.

Anbieter Anzahl
in etwa
Euro / Einheit Euro / 30 Min. Euro / 60 Min. Euro / 2 Std. Euro / 24 Std. Euro / 5 Tage Euro / 30 Tage Besonderheit
Telekom 12 000
(Dtl.)
0,09 / Min. - 4,95 - 4,95 - 29,95 Tages- oder Monatstarif gilt auch in ICE-Hotspots
Vodafone 1 000
(Dtl.)
- 3,95 - 9,95 24,95 - - Nutzung im Ausland 2,00 bis 5,00 Euro extra
Hotsplots 5000
(Dtl.)
variabel 1 z.T. FlexiFlat für 14,95 Euro mtl. verfügbar
o2/TheCloud 3000
(Dtl.)
- - - - - - 2,99 Monatsflat2 für 2,99 Euro ohne Datenlimit für Vertragskunden
Stand: 06. März 2014
1) Preise bestimmen die Betreiber vor Ort
2) Nur für Vertragskunden von O2

Ketten kooperieren mit große WLAN-Hotspot-Anbietern

Ein ICE mit Hotspot.Auf einigen ICE-Strecken bietet die Deutsche Bahn zusammen mit der Telekom mobile Hotspots. Anbieter von Hotel- oder Restaurantketten setzen häufig in jeder Filiale WLAN-Zugänge desselben Providers ein. Davon profitieren Kunden, die bei einem Provider Online-Zeit gebucht haben, der nur die reine Nutzungszeit berechnet und Guthaben nicht allzu schnell verfallen lässt. Die gebuchte Zeit lässt sich in diesem Fall an verschiedenen Orten nutzen. Im Zweifel ist allerdings nicht vorhersehbar, ob man sich genau dort aufhält, wo der eigene Anbieter einen WLAN-Hotspot betreibt. Selbst bei innerdeutschen Reisen würde kaum jemand ein Hotel primär nach dem Betreiber des dort installierten WLAN-Hotspots auswählen - Aspekte wie die Anzahl der freien Zimmer, der Preis pro Nacht oder die Ausstattung der Unterkunft spielen da eine weitaus größere Rolle.

WLAN-Hotspot mit 300 km/h im ICE

Hotspot-Strecken im ICE
Übersicht auf bahn.de
Auch in den ICEs der Deutschen Bahn müssen Surfer nicht auf WLAN verzichten: Die Telekom bietet dort Internetzugänge über mobile WLAN-Hotspots an. Es gelten dieselben Preise wie an stationären Telekom-WLAN-Hotspots. Im Gegensatz zu Gebäuden erfolgt deren Anbindung nicht per kabelbasiertem Internetzugang, sondern per Funk. Deshalb sind solche WLAN-Hotspots in der Regel nicht ganz zu schnell wie ihre ortsgebundenen Verwandten. Außerdem sind sie nur dort verfügbar, wo die entsprechenden Sendemasten entlang der Bahnschienen stehen. Wo dies der Fall ist, erfahren Sie über den Link in nebenstehender Box.

WLAN-Nutzergemeinschaften ermöglichen kostenlose Internetzugänge

WLAN-
Gemeinschaften
FON
Freifunk
Neben kommerziellen Anbietern existieren verschiedene Nutzergemeinschaften, deren Teilnehmer sich gegenseitig die kostenlose Nutzung ihrer WLAN-Netze erlauben. Einige große Netzwerke basieren dabei auf dem Solidaritätsprinzip: Jeder Nutzer stellt seine Internetverbindung über einen speziellen Router anderen Teilnehmern kostenfrei zur Verfügung und darf im Gegenzug deren WLAN-Hotspots ebenfalls nutzen. Zudem ist es bei manchen Diensten auch möglich, fremde Nutzer ins Netz zu lassen und damit Geld zu verdienen. Je nach Anbieter stellt dieser den Router oder setzt auf Standard-Geräte, die allerdings für spezielle Firmware geeignet sein müssen. Entsprechende Angebote sind für den professionellen Einsatz nicht sehr interessant, für Privat-Nutzer aber eine mögliche Alternative.

Auf der folgenden Seite erfahren Sie alles rund um Sicherheit an WLAN-Hotspots.

WLAN-Ratgeber im Überblick