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Das bringen WLAN, Bluetooth und NFC auf dem Handy

05.02.2011
15:27

Datenaustausch, Tethering, Musik-Streaming, Freisprechen und noch mehr

Inhaltsverzeichnis:

1. WLAN: Multifunktionale Schnittstelle
2. Bluetooth und NFC: Kurzstreckenfunk
Das bringen WLAN, Bluetooth und NFC auf dem Handy
Nokia N8 mit WLAN-n-Unterstützung
Daten- und Funkschnittstellen haben bei Handys und Smartphone eine lange Tradition. Alles begann mit der seriellen Schnittstelle, die sich bis vor wenigen Jahren auch noch in den meisten Computern fand. Dann kam Infrarot; es ermöglichte einen Datenaustausch über wenige Zentimeter, ohne das Handy an den Computer anschließen zu müssen. Mittlerweile haben sich USB, Wireless LAN und Bluetooth etabliert und finden sich in nahezu allen Smartphones. Handys bringen zumeist USB und Bluetooth mit. Wir konzentrieren uns in diesem Hintergrundartikel auf WLAN und Bluetooth und zeigen, was die beiden Funkschnittstellen ermöglichen. Mit dabei: Datenübertragung, Surfen, Telefonieren und vieles mehr.

WLAN: Surfen und Mailen

Mit der Massenverbreitung von Notebooks setzte sich WLAN als der Standard für den drahtlosen Internetzugang durch. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis auch kleinere Gerätegattungen mit WLAN ausgestattet wurden. Anfangs waren es nur Business-Smartphones, inzwischen spendieren die Hersteller auch ihren teureren Multimedia-Handys WLAN. Beim Kauf eines WLAN-Routers und zugehöriger Geräte wie Note- oder Netbooks, Tablet-PCs und Smartphones sollten Sie auf die Standards achten, mit denen diese funken. Am weitesten verbreitet ist der Standard IEEE 802.11g (oder kurz: WLAN g). Höhere Übertragungs-Geschwindigkeiten lassen sich mit WLAN n (IEEE 802.11n) erzielen. Wer in eine neue Infrastruktur investiert, sollte daher auf WLAN n setzen.

Wichtig ist, dass möglichst alle Geräte den gleichen Standard nutzen. Denn ein Notebook mit WLAN n kommt zwar auch mit einem älteren Router zurecht, der lediglich den g-Standard unterstützt - die Surfgeschwindigkeit ist aber deutlich niedriger als bei WLAN n. Wer in Mehrfamilienhäusern wohnt und damit rechnen muss, dass viele WLANs um ihn herum aktiv sind, sollte zudem darauf achten, dass sich der Router auf die beiden Bandbreiten 2,4 und 5 GHz versteht. Ist ein Band zu stark mit Signalen frequentiert, kann auf das alternative Band ausgewichen werden.

WLAN: Hotspot-Funktion und Standortbestimmung

Tethering ist eine Funktion, die in den letzten Monaten für große Diskussionen im Mobilfunkmarkt gesorgt hat. Grund: Einige Netzbetreiber untersagen ihren Kunden, mit einem gebuchten Internettarif fürs Handys zusätzlich über ein Notebook online zu gehen. In einem solchen Fall baut das Notebook zum Handy eine Verbindung auf, das Handy wiederum wählt sich per GPRS, EDGE, UMTS oder HSPA ins Internet ein.

Die Kommunikation zwischen Handy und Notebook kann hierbei über USB, Bluetooth oder WLAN erfolgen. Im Falle von WLAN wird das Handy zu einer Art Router, so dass sich bei manchen Handys auch mehrere Nutzer einwählen können. Aktuell sind zum Beispiel Google-Handys mit Android 2.2 sowie das Palm Pre mit webOS dafür geeignet. Auch mit dem iPhone ist Tethering möglich. Für andere Betriebssysteme wie Symbian sind Zusatzprogramme nötig, etwa Joikuspot. Windows Phone 7 sieht aktuell noch kein Tethering vor, Angaben über ein mögliches Update fehlen.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit von WLAN ist das Positioning-System. Dabei ermittelt das Handy durch die verfügbaren Hotspots einen möglichst genauen Standort. Das bedeutet: Je mehr Hotspots das Gerät finden kann, umso genauer erfolgt die Positionsbestimmung des Handys und des Nutzers. Die WLAN-Daten, die das Handy nutzt, wurden entweder von WLAN-Betreiber hinterlegt oder zum Beispiel von Google im Rahmen des Street-View-Programms gescannt.

WLAN: Verbindung zu anderen Geräten

Mittlerweile lässt sich WLAN aber nicht nur für den Internetzugang oder die Positionsbestimmung nutzen. Findige Programmierer nutzen es als Alternative zu Bluetooth, etwa für die Synchronisation eines Smartphones mit einem PC. Beispielhaft sei hier der My-Phone-Explorer erwähnt. Mit ihm lassen sich Android-Smartphones mit Outlook abgleichen sowie Dateien übertragen. Die Verbindung zwischen PC und Smartphone erfolgt entweder über USB-Kabel oder per WLAN - wobei letztere Möglichkeit wohl die komfortablere ist und Kabelsalat vermeidet.

Neben dem PC kann auch weitere Technik im Haus von WLAN profitieren. Viele Hersteller rüsten ihre Fernseher neuerdings mit DLNA aus. Damit können Sie auf einen HDMI-Anschluss am Smartphone verzichten und Bilder und Videos direkt auf den Fernseher streamen. Aktuell können das aber nicht viele Smartphones. Sony Ericsson stattet schon seit einigen Jahren fast alle Geräte damit aus, lediglich bei einigen aktuellen Android-Smartphones fehlt DLNA. HTC liefert unter anderem die Modelle Desire HD und Desire Z mit DLNA aus, LG hat mit dem E720 Optimus Chic ein Gerät im Angebot. Motorola verkauft zwei Geräte, das Defy und das Milestone 2, mit DLNA-Anbindung. Und Samsung bietet hierfür unter anderem das Omnia II I8000 und das Wave 8500 auf.

Auf der nächsten Seite lesen Sie, welche Rolle Bluetooth und NFC bei der Datenübertragung und bei anderen Diensten spielen.
 

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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
WLAN koelli 06.02.11 17:10
  

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre