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Kostenlose Software spürt WLAN-Probleme auf13.06.2009
16:35 HeatMapper zeigt die Empfangsqualität in der ganzen Wohnung an
Warum ein Download per WLAN im selben Raum am Wohnzimmertisch länger dauert
als nur wenige Meter davon entfernt, ist für viele Internetnutzer nicht nachvollziehbar. Aber
die Datenübertragung per Funk-Verbindung hat eben ihre eigenen Gesetze. Die kostenlose Software
HeatMapper des WLAN-Ortungsspezialisten Ekahau
hilft Internetnutzern, die schwach per WLAN abgedeckten Orte und Störungsquellen in der Wohnung
oder dem Büro ausfindig zu machen. Die Ergebnisse der Analyse stellt das Programm übersichtlich
auf einer Karte dar.
Access Points und Signalstärken kartieren mit HeatMapperDie Software HeatMapper lässt sich von der Website kostenlos laden. Die Installation ist einfach und in wenigen Minuten erledigt. Die Voraussetzungen sind die Betriebssysteme Windows XP oder Vista32 auf dem Notebook mit integrierter WLAN-Karte oder angestecktem WLAN-Stick. Interne und externe Karten bzw. USB-Sticks sind verwendbar. Die gängigen Standards 802.11a/b/g und auch der neue Draft-N werden unterstützt. Allerdings lassen nicht alle WLAN-Adapter die Ermittlung der Signalstärke zu, wie ein Test von teltarif.de zeigte. Nach der Installation und dem Start der Software stellt das Programm die Frage, ob der Anwender über einen Grundriss des Gebäudes oder seiner Wohnung verfügt. Der Grundriss wird als JPG, BMP, PNG oder GIF-Datei eingelesen und automatisch skaliert. Ohne vorliegenden Grundriss erscheint auf dem Bildschirmd es Notebooks ein Raster, das dabei hilft, einen behelfsmäßigen Plan zu erstellen. Um nun die WLAN-"Landkarte" aufnehmen zu können, müssen der eigene WLAN-Adapter und vorhandene WLAN-Access-Points eingeschaltet sein. Im Privathaushalt ist der WLAN-Access-Point meist in einem entsprechenden Router enthalten. Das Programm zeigt die unterschiedliche Signalqualität des WLAN in der Karte mit verschiedenen Farben an: Grün steht für ein starkes, Gelb für ein mittleres und Rot für ein (zu) schwaches Signal. WLAN-Kanäle scannen und optimieren
Zur Messung geht der Nutzer langsam mit dem Notebook oder dem Netbook in der Hand durch die Räume und markiert mit der linken Maustaste den jeweiligen Standort auf dem Grundriss. HeatMapper sammelt kontinuierlich die Daten und ordnet diese den markierten Punkten und den Wegen dazwischen zu. Wichtig sind dabei vor allem die Orte, an denen der Nutzer sich für gewöhnlich per WLAN ins Internet einwählt. Nach Aufnahme der Wohnung oder des Büros kehrt der Anwender wieder an den Ausgangspunkt zurück und markiert das Ende mit der rechten Maustaste. Das Programm ermöglicht eine Aufnahme der ausgewählten Standorte in der Wohnung bis zu 15 Minuten lang. Braucht man länger, werden die zuerst aufgenommen Orte überschrieben. Es lassen sich jedoch beliebig viele Aufnahmen machen, die in verschiedenen Karte angezeigt werden. Danach bildet die Software die Feldstärken aller gefundener Access-Points gleichzeitig ab, auch die vorhandenen Access-Points werden in der Karte angezeigt. Wer nur die Feldstärke eines einzelnen Access-Points sehen möchte - und das ist der Normalfall - richtet den Mauszeiger auf das entsprechende Access-Point-Symbol. Sollte der zur Nutzung vorgesehene Bereich uneingeschränkt "grün" eingefärbt sein, kann man eventuell die Sendeleistung des Access-Points reduzieren und messen, ob etwas weniger Strahlung nicht auch ausreicht. Mehr über das WLAN in der eigenen Wohnung erfahrenHeatMapper ist ein nützliches Tool, um mehr über die WLAN-Abdeckung in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus zu erfahren. Es hilft dem Nutzer dabei, die Einstellungen einschließlich der Sendeleistung zu optimieren. Auch technisch wenige versierte User können den HeatMapper sinnvoll nutzen. Sie können auf den Karten leicht erkennen, wo eine gute Signalqualität besteht. Zudem lassen sich mit HeatMapper Störungsquellen fürs WLAN überprüfen, zum Beispiel indem man vor und nach dem Umstellen von möglichen störenden Möbeln oder Geräten eine Karte anlegt. Bei sehr großen Wohungen, Häusern oder Büros setzt die 15-Minuten-Beschränkung der Aufzeichung jedoch Grenzen.
Günther Ohland
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