Lizenzgebühren

Windows 8 für ARM-Tablets soll 100 US-Dollar kosten

Windows-8-Tablets könnten deutlich teurer als die Konkurrenz werden
Von Mirko Schubert
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Windows 8 Tablets könnten teurer als erwartet werden. Im Bild ist das Wortmann-Tablet Terra Mobile Pad 1051 mit Windows 8 zu sehen.Windows 8 Tablets könnten teurer als erwartet werden. Im Bild ist das Wortmann-Tablet Terra Mobile Pad 1051 mit Windows 8 zu sehen. Laut einem Bericht des taiwanesischen Branchendiensts Digitimes soll die Tablet-Version des für den Herbst 2012 angekündigten Betriebssystems Windows 8 für ARM die Hersteller zwischen 90 und 100 US-Dollar kosten. Einige Unternehmen befürchten nun, dass es Tablets mit dem neuen Betriebssystem preislich nicht mit Android-Geräten aufnehmen können.

Lizenzgebühren sorgen für hohe Preise der Tablets

Die gewöhnlich gut informierte Digitimes nennt als Quelle einen in Taiwan ansässigen Zulieferer. Dabei sollen die Preise der auf ARM-Prozessoren basierenden 10-Zoll-Tablets in der Fertigung bei etwa 300 bis 350 US-Dollar liegen. Modelle mit einem sieben Zoll großen Touchscreen würden zwischen 150 und 200 US-Dollar kosten. Neben den Herstellungskosten kämen dann auch noch die hohen Lizenzgebühren für Microsofts Betriebssystem.

So könne man davon ausgehen, dass die Hersteller Tablets mit Windows 8 RT kaum zu einem Endpreis von unter 499 US-Dollar anbieten werden, selbst wenn Microsoft Rabatte bei der Abnahme von einer großen Anzahl von OEM-Versionen des neuen Betriebssystems geben würde. Zu diesem Preis erhält man bereits das neue iPad vom Marktführer Apple.

Windows-8-Tablets kaum konkurrenzfähig

Insbesondere seit der Markteinführung des Kindle Fire von Amazon für 199 US-Dollar liefern sich viele Tablet-Hersteller einen erbitterten Preiskampf, um möglichst viele Kunden für ihre Produkte zu gewinnen. Insbesondere bei Tablets mit dem mobilen Betriebssystem Android versuchen viele Hersteller, über den Preis zu punkten. Da viele Hersteller jedoch nur wenig zusätzliche Gewinne durch kostenpflichtige Inhalte für ihre Tablets erwirtschaften, fällt der Verkaufspreis dennoch deutlich höher aus als beim Kindle Fire, da der Preis anders kalkuliert wird.

Sollte die Höhe der Lizenzgebühren von Microsofts Betriebssystem tatsächlich stimmen, rechnen sich viele Hersteller nur wenig Erfolg auf dem wachsenden Tablet-Markt aus. Sie bezweifeln schon jetzt die Konkurrenzfähigkeit der zukünftigen Produkte. Google verlangt für Android keine Lizenzgebühren und bezieht seine Einnahmen lediglich aus den eigenen Webseiten und Diensten. Doch auch hier hat Microsoft seine Finger im Spiel: Pro Android-Gerät verlangt das Unternehmen Lizenzgebühren von vielen Herstellern.

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