Das Betriebssystem Windows 8 wird nach Einschätzung
von Microsoft-Manager Oliver Kaltner eine völlig neue Generation von
Tablet-Computern hervorbringen. "Mit dem Surface-Tablet haben wir
darauf schon einen Vorgeschmack gegeben", sagte Kalter in einem
Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa kurz vor Start der
Technik-Messe IFA in Berlin. Windows 8 soll ab dem 26. Oktober auf
den Markt kommen. Mit der Ankündigung eines eigenen Tablet-Computers
unter dem Namen Surface hatte der Software-Hersteller allerdings eher
für Irritationen unter seinen langjährigen Hardware-Partnern gesorgt.
Auf der Pressekonferenz von Lenovo äußerte man sich auf der IFA allerdings verhalten zu dem Thema: Man begrüße den Schritt Microsofts und sehe diesen als Herausforderung. Es gebe keinen Streit mit Microsoft wegen der Surface-Pläne.
Über 100 neue Tablets und Ultrabooks mit Windows 8
Auf der IFA: Windows 8 befeuert neue Geräte-Generation
"Wir befinden uns momentan in einer extrem spannenden Phase des
Unternehmens", sagte Kaltner. Microsoft stehe vor dem vielleicht
wichtigsten Jahr seiner Firmengeschichte. "Windows 8 ist eine Zäsur
für Microsoft - wir haben Windows völlig neu erfunden." Derzeit
fügten sich gerade alle Bausteine des Wandels zu einem Ganzen
zusammen. Mit Windows 8 und dessen neuer Kachel-Struktur, die sich am
besten mit den Fingern bedienen lässt, will Microsoft endlich den
Sprung ins lukrative Tablet-Geschäft schaffen. Bislang teilen sich
Apple (iOS) und Google (Android) den Markt weitgehend untereinander
auf.
Auf der IFA in Berlin zeigen zahlreiche
Elektronik-Hersteller neue Laptops, Ultrabooks und Tablet-Computer
mit Windows 8 - laut Aussage von Intel werden in der nächsten Zeit 110 neue Geräte auf den Markt kommen. Asus kündigte bereits am Mittwoch seine
Tablet-Reihe Vivo Tab an, die mit Microsofts neuem Betriebssystem
bestückt wird. Eines davon wird mit einem ARM-Prozessor von Nvidia
betrieben und soll mit dem abgespeckten System Windows RT ausgestattet
werden, das Microsoft speziell für Tablets und die dort häufig
genutzten ARM-Chips konzipiert hat.
Microsoft sei auch ohne großen Stand auf der IFA "quasi
omnipräsent", sagte Kaltner. Das Unternehmen nutze die Messe, um
Kontakt zu den zahlreichen Partner zu halten und diese über die
eigene Marktstrategie zu informieren. Über die Stände unserer Partner
werde Windows 8 "mit Sicherheit das Gesprächsthema sein", schätzt
Kaltner.