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Mozilla und Google warnen vor Browser-Schranken in Windows 810.05.2012
18:08 Erinnerungen an Browser-Krieg der 1990er werden wach
Von Alexander Kuch mit Material von dpa
Vor dem Start des neuen Microsoft-Betriebssystems
Windows 8 schlagen die Macher des Internet-Browsers Firefox sowie
Google Alarm. In der Version Windows RT, die für Tablets gedacht ist,
werde Microsofts Browser Internet Explorer bevorzugt, warnte ein
Manager des Firefox-Entwicklers Mozilla in einem Blogeintrag. Der
Internet-Konzern Google, der den ebenfalls populären Browser Chrome
anbietet, schloss sich der Kritik von Mozilla an.
Erinnerungen an Browser-Krieg der 1990er werden wachDer Windows-Konzern hatte in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen mit einer Sonderstellung für seinen Browser gemacht. Microsoft lieferte in den 90er Jahren den Internet Explorer mit dem Windows-Betriebssystem und schaltete damit den zuvor erfolgreicheren Konkurrenten Netscape praktisch aus. Das Vorgehen hatte eine Untersuchung der Wettbewerbshüter zur Folge und hätte beinahe zur Zerschlagung des Softwarekonzerns geführt. Microsoft trennte den Internet Explorer vom Betriebssystem. In den vergangenen Jahren ist es bei der Windows-Installation üblich geworden, dass man sich den Standard-Browser frei aussuchen kann. Trotzdem ist der Mozilla-Blogeintrag etwas polemisch formuliert. Von einem "Rückfall in die dunklen digitalen Zeitalter, als Anwender und Entwickler keine Browserwahlmöglichkeit hatten" ist die Rede. Dabei war es auch unter den von der EU beanstandeten Windows-Versionen von Windows 95 bis XP möglich, alternative Browser wie Netscape zu installieren, sie befanden sich lediglich nicht im "Lieferumfang". Anscheinend soll der "Windows Classic"-Modus unter Windows 8 die Installation alternativer Browser aber explizit ausschließen. Mozilla geht davon aus, dass nicht nur der Internet Explorer auf der ARM-Plattform läuft, sondern alle Browser. Trotzdem kann sich die Software-Schmiede den Seitenhieb nicht verkneifen, dass Windows auf ARM den Nutzer einschränke, Wettbewerb verhindere und Innovationen ersticke. Die Firefox-Macher verlinken sogar auf eine Selbstverpflichtung von Microsoft aus dem Jahr 2006, in der die Windows-Schmiede sich dazu verpflichtet hat, auf Windows-Systemen die Installation jeglicher Software zuzulassen. Unverständlich bleibt aber, warum Mozilla die ARM-Windows-Koppelung als "ersten Schritt hin zu geschlossenen Plattformen" bezeichnet. Denn hier ist insbesondere Apple in den letzten Jahren mit seiner iOS-Plattform vorangegangen - doch darüber schweigen die Firefox-Schöpfer. Weitere Meldungen zum Thema Browser
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