Am 22. Oktober kommt wie
berichtet Windows 7 in
Deutschland in die Regale. Kürzlich gab es schon die
Möglichkeit,
sich die Home Premium Version für 50 Euro, also knapp 70 Euro unter dem
erwarteten Neupreis, zu sichern. Der Hype um
Microsofts neueste
Betriebssystemversion ist groß. Aber ist er auch gerechtfertigt? Ist der Umstieg lohnend?
Oder wartet erneut eine Enttäuschung auf den Nutzer, wie zur Veröffentlichung von Windows
Vista, dem Vorgänger von Windows 7?
Die Fakten zu Windows 7

Anders als bei bisherigen Veröffentlichungen wird es keine Updates geben. Wer auf
Windows 7 umsteigen möchte, muss das Betriebssystem komplett neu installieren und
zuvor all seine Daten sichern. Dazu stellt Microsoft das Hilfsprogramm Easy Transfer
bereit. Es nutzt einen USB-Stick als Zwischenspeicher.
Microsoft wird mehrere unterschiedliche Versionen veröffentlichen, wovon drei in den Handel
gelangen und zwei nur vorinstalliert, beziehungsweise als Teil eines Unternehmenspakets,
erhältlich sein werden. Im Fachhandel wird es die Versionen Home Premium für knapp
120 Euro, Professionell für 285 Euro und Ultimate für 299 Euro geben.
Möglicherweise erscheint auch eine Familienlizenz für bis zu drei PCs. Bisher hat
Microsoft diese jedoch nur für den amerikanischen Markt angekündigt.
Um ein komplett neues Betriebssystem handelt es sich nicht


Windows 7: Windows Taskbar Peek
Screenshot: Microsoft
Um ein komplett neues Betriebssystem handelt es sich bei Windows 7 nicht. Es ist
nicht von Grund auf neu programmiert, sondern vielmehr eine weiterentwickelte Version
von Windows Vista und basiert wie dieses auf Windows NT. Das bringt den
Vorteil mit sich, dass es stabil laufen wird und nur wenig Probleme mit vorhandenen
Treibern zu erwarten sind. Ärger ist höchstens bei Software zu erwarten, die tief in
das System integriert ist, wie etwa Virenschutzprogrammen.
Man kann aber davon ausgehen, dass große Hersteller zum Marktstart von Windows 7
passende Updates für ihre Produkte bereitstellen. Für Programme, die für Windows XP
programmiert sind, gibt es eine virtuelle Umgebung, den XP-Modus, die allerdings bei der
Windows-7-Variante Home Premium fehlt.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wer schon heute testen möchte, ob ihn nach
dem Umstieg Probleme erwarten, kann mit dem kostenlosen Programm
Windows 7 Upgrade Advisor testen, ob es zu Programminkompabilitäten oder Treiberproblemen kommt.
Das Programm kontrolliert auch, ob die Hardware den Anforderungen des neuen
Betriebssystem genügt. Diese sind glücklicherweise geringer als beim Vorgänger Vista.
Auf der Festplatte begnügt sich Windows 7 mit etwa 10 GB. Beim Arbeitsspeicher
reicht 1 GB und auch die Anforderungen an die Taktrate des Prozessors sind mit
1 GHz erfreulich moderat. Wer alle grafischen Gimmicks nutzen möchte,
benötigt eine DirectX-9.0-fähige Grafikkarte. Schön: Selbst auf einem betagten
Pentium-4-PC ist flüssiges Arbeiten möglich.
Das ist neu an dem Windows-Betriebssystem


Windows 7: AeroPeek
Screenshot: Microsoft
Die Optik und Bedienung von Windows 7 erinnert stark an Vista. Der Umstieg von
diesem System ist einfach. Windows-XP-Anwender müssen demgegenüber mit einer etwas
längeren Eingewöhnungsphase rechnen. Auf den ersten Blick fällt die dickere Taskleiste
ins Auge, die Microsoft "Superbar" nennt. Großer Unterschied und zugleich ein Vorteil
zu den Vorgängern: Programme können nicht automatisch Icons dort hineinlegen, das
muss der Anwender selbst per Drag-and-drop tun.
Die Symbole aktiver Programme bekommen einen Rahmen und wirken wie ein Button. Ein
weiteres Schaltfeld für geöffnete Anwendungen entfällt. Um zwischen den Programmen zu
wechseln, klickt man nun auf das Symbol. Die Programmbuttons bekommen unterschiedliche
Farben. Ruht die Maus über einem, erscheint ein kleines Vorschaufenster, das größer
ist als jenes von Windows Vista. Schiebt man den Cursor auf die Miniaturansicht,
erscheint das jeweilige Programm, während andere geöffnete Fenster mit einer Rahmenlinie
angedeutet werden. Gibt es mehrere geöffnete Fenster eines Programms, blendet
Windows 7 für jedes ein eigenes Vorschaufenster über dem Programmsymbol ein. Das
funktioniert sogar für geöffnete Tabs im Internet Explorer. Zudem können die
Vorschaufenster Steuerungsbutton, wie etwa für Mediaplayer, beinhalten.
Aero Peek, Aero Snap und Aero Shake

Die wichtigsten Programmsteuerungen erreicht man stets mit einem rechten Mausklick auf
das Leistensymbol. Die Sidebar, die Microsoft mit Windows Vista eingeführt hat, gibt es
nicht mehr. Statt dessen erscheinen nun die Miniprogramme (Gadgets) wie bei
Apple standardmäßig auf dem gesamten Schreibtisch. Sind diese von Fenstern verdeckt,
genügt es die Maus in die rechte untere Ecke zu bewegen. Das reduziert geöffnete Fenster
auf Rahmenlinien, so dass die Miniprogramme sichtbar sind. Dieses Feature nennt Microsoft
"Aero Peek". Nicht benutzte Fenster lassen sich am Bildschirmrand andocken und minimieren.
Dieses Detail heißt "Aero Snap". "Aero Shake" minimiert im Hintergrund geöffnete Fenster,
wenn man jenes im Vordergrund mit Hilfe de Maus schüttelt.
Auf der
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empfehlenswert ist.
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Suchmaschine Bing in Windows 7 integriert
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