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Windows 10: Mini-Speicher sorgt für Update-Ärger

Größere Aktualisierungen bei Windows 10 erfordern zusätzlichen Speicherplatz - bei PCs und Tablets mit 32 GB ist dieser Zusatzverbrauch häufig zu viel.
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Potenzielle Käufer sollten Tablet-Speicherplatz im Auge behaltenPotenzielle Käufer sollten Tablet-Speicherplatz im Auge behalten Der Speicherverbrauch von Windows 10 nimmt von Update zu Update weiter zu. Gerade das letzte Novemberupdate stellt Nutzer mit Tablets und PCs mit 32-GB-Speicher vor Probleme.

Während PCs mit nur 32-GB-Festplatte auf dem Markt kaum mehr Verbreitung haben, ist diese Speichergröße bei Tablets mit einem Windows-Betriebssystem nicht unüblich. Gerade in der Generation der Windows-8.1-Tablets haben Hersteller oft günstige Einsteigermodelle mit Mini-Speicherplatz auf den Markt gebracht. Nutzer, die ein solches 8.1er-Tablet auf Windows 10 kostenfrei upgraden möchten, müssen sich mit Tricks behelfen.

Microsoft geht auf Speicher-Problematik ein

Microsoft ist sich des Problems bewusst und informiert auf seiner Webseite über den Sachverhalt. Dabei wird Nutzern auch direkt ein Tipp mit auf den Weg gegeben, wie sie das Upgrade trotz geringen Speichers durchführen können. Konkret empfiehlt das Unternehmen, nicht mehr benötigte Dateien vom Gerät zu entfernen. Nutzer können die Daten etwa zuvor durch ein Backup auf einen USB-Stick sichern oder die Dateien in der Cloud speichern. Zudem kann es sich lohnen die Upgrade-Installation per Media Creation Tool auf einem USB-Speicherstick zu spielen.

Unerfahrene Nutzer sollten Kauf eher vermeiden

Vor dem Kauf eines 32-GB-Tablets mit Windows 7, 8.1 oder 10 sollten sich Nutzer bewusst sein, welche Einschränkungen bzw. Umstände ihnen der geringe Speicherplatz bereitet. So müssen Daten etwa beim Upgrade auf Windows 10 vorher zusätzlich auf einem USB-Stick gesichert werden - zudem kann der Upgrade-Setup abbrechen, wenn dennoch nicht ausreichend Speicher zur Verfügung steht. IT-Experten, die mit besagten Problemstellungen gut umgehen können, müssen jedoch um Tablet-Schnäppchen mit geringem Speicher keinen großen Bogen machen - zumindest aktuell. Künftige Updates im Jahr 2016 könnten diese Schlussfolgerung allerdings widerlegen, da hier mit zusätzlichem Speicherbedarf im Gigabyte-Bereich zu rechnen ist. Weitere Update-Details haben wir in einem gesonderten Artikel für Sie zusammengestellt.

Vor dem Kauf eines Tablets sollten sich Interessenten zudem über den vor­handenen Arbeitsspeicher informieren. Unter Windows 10 sollte dieser mindestens 2 GB betragen, um auch für künftige Updates und erhöhte Anforderungen gerüstet zu sein.

Speicherbereinigung: Nach dem Update ist vor dem Update

Eine nützliche Funktion die Microsoft beim Upgarde-Prozesse von Windows 10 implementiert hat, ist die Möglichkeit auf das vorherige OS innerhalb eines Monats zurück zu wechseln. Allerdings belegt das Alt-System innerhalb dieses Zeitraums zusätzlichen Speicherplatz, weshalb Nutzer kaum Spielraum haben und so die Installation größerer Programme nicht möglich ist. Daher empfiehlt der IT-Konzern besagtem Kundenkreis, das Alt-Windows direkt nach dem Upgrade von dem Tablet zu entfernen – sofern der Nutzer nicht wieder zurückwechseln möchte. Dazu öffnet der Nutzer den Arbeitsplatz und wählt die Systemfestplatte aus, darauf sollte ein Ordner mit der Bezeichnung "Windows.old" zu finden sein. Dieser wird einfach über die herkömmliche Löschfunktion von dem Speicher entfernt.

Wer feststellt, dass Windows 10 zu langsam auf dem Tablet läuft, sollte stattdessen die Dateien des Alt-OS nicht löschen, sondern über den Punkt "Update und Sicherheit" in der Systemsteuerung das Downgrade auf Windows 7 bzw. 8.1 anstoßen. Dazu entscheidet sich der Nutzer für den Unterpunkt "Wiederherstellung".

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