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Windows 10: Update-Pläne in diesem Jahr

Microsoft lässt sich tief in die Karten blicken. Wir verraten, zu welchem Ergebnis unsere Analyse der Update-Politik führt und was Nutzer von dem Redstone-Update erwarten können.
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Nutzer können sich auf einige neue Funktionen gefasst machenNutzer können sich auf einige neue Funktionen gefasst machen Seit dem Release von Windows 10 Ende Juli 2015 hat sich einiges getan. Microsoft hat das Betriebssystem kontinuierlich weiter­entwickelt und neue Features implementiert. Doch in diesem Jahr dürfte die Entwicklung noch deutlich weitreichender sein.

Im November gab Microsoft mit der Veröffentlichung des Threshold-2-Updates erstmals einen echten Einblick in das Windows-as-a-Service-Konzepts. So beinhaltete die umfangreiche November-Aktualisierung etwa Verbesserungen für den Browser Edge und brachte auch eine neue Nachrichten-App an Bord. Zudem eröffnete Microsoft die Möglichkeit, Windows 10 auch direkt mit einem qualifizierten Lizenzschlüssel von Windows 7 bzw. 8.1 zu aktivieren. Eines zeigte sich am Beispiel des vergangenen November-Updates deutlich: Die Microsofts-Update-Politik lässt sich relativ leicht durchschauen.

Ein guter Anhaltspunkt sind dabei die Insider Previews, dabei handelt es sich um spezielle Vorabversionen von Updates, die Microsoft interessierten Nutzern zur Verfügung stellt. Die darin enthaltenen Features sind später meist auch Teil offizieller Updates, sofern sie sich als nützlich erweisen. Weiterhin sammelt Microsoft von den Nutzern in eigenen Community-Foren Feedback zu Windows 10. Sofern einzelne Feature-Vorschläge in den Augen von Microsoft Sinn ergeben und für die breite Masse interessant sind, halten diese künftig in das OS Einzug. So geschehen etwa bei dem Nutzerwunsch, dass Schwarz der App-Leiste in unterschiedliche Farben umzufärben.

Ausblick auf das Redstone-Update

Während es also schon 2015 einige Änderungen am 10er-OS gab, dürfte das aktuelle Jahr wesentlich weitreichendere Veränderungen mit sich bringen. Konkret geht es um das Redstone-Update. Voraussichtlich soll die Aktualisierung eher einen klassischen Service-Pack-Charakter haben, wie es etwa beim Sprung von Windows 8 auf 8.1 der Fall war. Klar ist bereits jetzt, dass Nutzer einen umfassenden Update-Setup durchlaufen werden müssen, wie bereits von der November-Aktualisierung bekannt. Gerade bei älteren PCs kann sich somit eine lange Installationsdauer ergeben. Als fast gesichert gilt, dass der Edge-Browser spätestens dann auch Add-on-Support erhalten soll. Wahrscheinlich ist zudem, dass Windows 10 zahlreiche Features in puncto Virtual-Reality- und Datenbrillen spendiert bekommt. So erscheinen etwa die VR-Brillen Oculus Rift und HTC Vive in diesem Jahr für Endkonsumenten und Entwickler können in Kürze die 3D-Datenbrille HoloLens von Microsoft erproben.

Zusammenwachsen von Windows 10 und Windows 10 Mobile

Weiterhin kann davon ausgegangen werden, dass es ein stärkeres Zusammen­wachsen zwischen Windows 10 und Windows 10 Mobile geben wird. Aktuell gibt es zwar bereits unzählige Überschneidungen zwischen den beiden Systemen, doch in einigen Facetten sind die Systeme noch unterschiedlich. Auch im Bereich Continuum wird es 2016 Fortschritte geben. Mit der Plattform können Nutzer ihr Highend-Smartphone mit Windows 10 Mobile zu einer Art PC transformieren. Wie es genau funktioniert, haben wir bereits in einem ausführlichen Test beschrieben. Aktuell leidet das System noch etwas darunter, dass sich bestimmte Einstellungen noch nicht direkt über die Continuum-Oberfläche konfigurieren lassen - stattdessen müssen Nutzer auf das Handy ausweichen. Gerade in diesem Punkt hoffen wir auf Ver­besserungen. Ab April tritt für Continuum-Nutzer übrigens eine weniger erfreuliche Regelung in Kraft, dann müssen Anwender für die Nutzung der Office-Apps via Continuum über ein kostenpflichtiges Office-365-Abo verfügen.

Zwangs-Updates unter Home: Ärgerlich für Nutzer mit Traffic-Begrenzung

Reguläre Sicherheits-Updates werden sowohl bei der Home- als auch bei der Pro-Edition von Windows 10 ohne Nachfrage heruntergeladen. Allerdings ist es bei der Pro-Ausgabe möglich, größere Feature-Update für eine gewisse Zeit auszusetzen. Gerade bei dem Redstone-Update in diesem Jahr, ist zu erwarten, dass dieses mehrere Gigabyte an Daten umfasst. Für Home-Nutzer mit beschränktem Internetvolumen könnte der automatische Download des Updates also eine bittere Pille darstellen. Über ein kostenfreies Tool lässt sich die Autoupdate-Funktion von Windows 10 allerdings auch deaktivieren.

In einem weiteren Artikel sind wir darauf eingegangen, welche Auswirkungen der Stopp des Gratis-Upgrades haben könnte und haben in einer weiteren Meldung beleuchtet, wie es um die Universal Apps unter Windows 10 bestellt ist.

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