Ausprobiert

Wiko U Feel Lite im Kurz-Test: Günstig und gut

Wiko hat auf dem MWC mit dem U Feel und dem U Feel Lite seine neuen Top-Modelle vorgestellt. Die Smartphones haben erstmals einen Finger­abdruck­sensor und kosten rund 200 Euro. Wir haben uns das abge­speckte Modell U Feel Lite im Hands-On angesehen.
Vom Mobile World Congress in Barcelona berichtet
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Wiko U Feel Lite im Kurz-Test: Fingerprint-Sensor & Dual-SIM für 200 EuroWiko U Feel Lite im Hands-On
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Das Wiko U Feel und die abgespeckte Version U Feel Lite sind die neuesten Smartphones des französischen Herstellers Wiko. Vorgestellt wurden beide Modelle auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Das Besondere an den Geräten: Sie bringen erstmals einen Finger­abdruck­sensor zum Entsperren mit. Zudem kann der Sensor mit verschiedenen Befehlen programmiert werden. Wir haben uns die günstigere Version - das U Feel Lite - im Hands-On näher angesehen.

Start einer neuen Reihe

Mit dem U Feel und dem U Feel Lite startet Wiko eine neue Smartphone-Reihe. Beide Modelle besitzen ein 5 Zoll großes, in HD auflösendes Display (1280 mal 720 Pixel) und sind zum Teil aus Metall gefertigt. Die Verarbeitung des U Feel Lite ist gut und auch der Bildschirm beider Modelle überzeugt. Er gibt Farben leuchtstark wieder, ist bei höchster Einstellung ausreichend hell und der Blickwinkel erschien stabil. Beim Displayglas hat sich Wiko für 2.5D-Glas entschieden, was zu den Rändern hin leicht abgerundet ist. Dadurch ergibt sich zum Rahmen hin ein weicher Übergang.

Die Lite-Variante unterscheidet sich durch seinen farblich abgesetzten Rahmen sowie die farblichen Rück-Elemente deutlich vom U Feel. Trotz der glatten Oberfläche liegt das U Feel Lite gut in der Hand. Zudem wurde die Ausstattung leicht abgespeckt: Während das U Feel 3 GB Arbeits­speicher und eine 13-Megapixel-Kamera besitzt, kommt die Lite-Version mit 2 GB und einer Kamera mit 8 Megapixel. Die Weitwinkel-Frontkamera beider Modelle macht Bilder mit bis zu 5 Megapixel und verfügt über einen LED-Blitz.
Wiko U Feel Lite im Kurz-Test: Fingerprint-Sensor & Dual-SIM für 200 Euro
Die Rückseite des Wiko U Feel Lite
In beiden Smartphones arbeitet ein bislang nicht näher bestimmter Quad-Core-Prozessor, dessen vier Cortex-A53-Kerne mit bis zu 1,3 GHz takten. Vom Aufbau her könnte es sich um den Snapdragon 410 handeln. Die CPU sorgte während des ersten Tests des U Feel Lite für einen flüssigen Betrieb und ruckel­freies Scrollen. Einzig beim Öffnen von Apps mussten wir hin und wieder einen kurzen Moment warten.

Erstes Wiko-Handy mit Fingerabdrucksensor

Die übrigen Ausstattungs­merkmale des Wiko U Feel und U Feel Lite sind laut Hersteller identisch. Daher sollten unsere Eindrücke vom U Feel Lite auch auf das U Feel übertragbar sein. Wiko hat mit den neuen Modellen seine ersten Geräte mit Finger­abdruck­sensor vorgestellt. Dieser sitzt im Home-Button und dient zur Entsperrung des Smartphones. Aber auch Ordner mit privaten Daten und Bildern lassen sich mit dem Sensor sichern - Wiko nennt diese Funktion Private Lock. Zudem unterstützt das Sensorfeld einfache Wischgesten wie beispielsweise Vor- und Zurück-Befehle mit dem Finger. Das erspart das Wischen auf dem Touchscreen.

Wiko U Feel Lite im Kurz-Test: Fingerprint-Sensor & Dual-SIM für 200 Euro
Fingerabdrucksensor im Home-Button
Mit jedem eingescannten Finger­abdruck lassen sich auf Wunsch unter­schiedliche Anwendungen wie die Kamera, der Musik-Player, die Taschenlampe oder Anrufe von zuvor festgelegten Kontakten starten. Bis zu vier Finger­abdrücke lassen sich speichern. Der Scanvorgang erfordert das mehrmalige Auflegen des Fingers und nimmt gut eine Minute Zeit in Anspruch, individuelle Einstellungen für jeden Abdruck können mit wenigen Klicks im Menü vorgenommen werden.

Weitere Funktionen und Geräte-Preise

Die Metallrückseite des Wiko U Feel Lite lässt sich entfernen. Unter der Abdeckung befinden sich die Slots für die beiden SIM-Karten (Dual-SIM) sowie für die microSD-Speicherkarte. Über letzteren lässt sich der 16-GB-Speicher beider Modelle um bis zu 64 GB erweitern. Obwohl die Akku­abdeckung sich abnehmen lässt, ist die Batterie nicht wechselbar. Der 2500-mAh-Akku des U Feel Lite ist fest verklebt und lässt sich dadurch nicht entfernen.

Wiko U Feel Lite im Kurz-Test: Fingerprint-Sensor & Dual-SIM für 200 Euro
Akkuabdeckung lässt sich abnehmen
Neben WLAN unterstützen beide U-Feel-Smartphones LTE Cat.4. Dadurch sind Down­stream­raten von bis zu 150 MBit/s möglich. Ausgeliefert werden das U Feel und das U Feel Lite mit Android 6.0 Marshmallow. Die Oberfläche ist ähnlich aufgebaut wie Huaweis Emotion UI oder Apples iOS. Alle Apps werden auf dem Homescreen abgelegt und können dort in Ordnern sortiert werden. Einen App-Drawer gibt es nicht.

Wiko möchte das U Feel und das U Feel Lite im zweiten Quartal auf den Markt bringen. Auch in Deutschland werden beide Modelle erhältlich sein. Das U Feel kostet 229 Euro, die Lite-Version gibt es bereits für 199 Euro.

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