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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 21.03.2010 |
Die SPD plant nach Darstellung ihres Innenexperten
Dieter Wiefelspütz keine Ausweitung der sogenannten Stopp-Seiten im
Internet. Der SPD-Innenexperte dementierte am Wochenende einen
anderslautenden Bericht der "Berliner Zeitung" und erklärte, er sei
falsch wiedergegeben worden. Wiefelspütz betonte: "Es gibt weder in
der SPD noch bei mir Überlegungen, bei anderen Internetinhalten
Stopp-Seiten einzuführen." Bisher werden nur Kinderporno-Seiten
technisch unterbunden. Wer solche Seiten aufruft, bekommt ein
Stoppschild präsentiert.
Die Zeitung hatte berichtet, Wiefelspütz könne sich vorstellen, auch Seiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten zu blockieren. Von der Union und der Opposition kam Widerspruch. Der CDU-Abgeordnete Laurenz Meyer sagte: "Es geht uns ausschließlich um Kinderpornografie." Auch der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach (CDU) sagte: "Ich halte es für richtig, sich erstmal nur mit dem Thema Kinderpornografie zu befassen, damit die öffentliche Debatte nicht in eine Schieflage gerät." Kritiker hatten schon die von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) initiierte Sperrung der Kinderpornoseiten als Beginn einer Internet-Zensur gewertet. Die FDP-Innenpolitikerin Gisela Piltz sagte: "Wir befürchten, dass die Grauzone immer weiter ausgedehnt wird und so eine schleichende Zensur stattfindet." Wiefelspütz betonte nun in seiner Richtigstellung, das Internet sei natürlich kein rechtsfreier Raum. Straftaten, die im Internet begangen würden, seien Straftaten. Verfassungsfeindliche Äußerungen seien für sich genommen aber noch keine Straftaten. Gleiches gelte für extremistische Äußerungen. Es müssten immer konkrete Straftatbestände wie Volksverhetzung, Verleumdung oder Leugnung des Holocaust erfüllt sein, um gegen bestimmte Äußerungen im Internet vorgehen zu können.
"Ich bin strikt gegen jede Art von Zensur" ddp / Marie-Anne Winter
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