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WhatsApp vermeldet weltweit 250 Millionen Nutzer

27 Milliarden Nachrichten an einem Tag übermittelt
AAA

Bis vor einiger Zeit war der Smartphone-Messenger WhatsApp generell kostenlos nutzbar. Je nach Smartphone-Betriebssystem wurde lediglich ein einmaliger Kaufpreis berechnet. Seit einigen Monaten werden nun zumindest Nutzer von Android-Handys damit konfrontiert, dass sie für den Messenger in Zukunft eine - wenn auch geringe - Jahresgebühr zahlen sollen.

Auch Interessenten, die WhatsApp auf einem Blackberry Z10 oder Blackberry Q10 installieren, erhalten während der Ersteinrichtung den Hinweis, dass für den Dienst nach einem Jahr der kostenfreien Nutzung eine Jahresgebühr von 89 Cent erhoben wird. Vergleichbare Abo-Modelle sind perspektivisch auch für andere Smartphone-Betriebssysteme geplant.

Abo-Modell wird von den Nutzern offenbar akzeptiert

WhatsApp vermeldet 250 Millionen aktive NutzerWhatsApp vermeldet 250 Millionen aktive Nutzer Kritiker rechneten damit, dass WhatsApp, der zurzeit wohl beliebteste Smartphone-Messenger, durch die Einführung einer Nutzungsgebühr Kunden verliert. Das ist offenbar nicht der Fall. So gab der Betreiber gegenüber dem Wall Street Journal bekannt, WhatsApp habe derzeit jeden Monat rund 250 Millionen aktive Nutzer.

Zum Vergleich: Twitter vermeldete Ende vergangenen Jahres 200 Millionen Kunden. Skype, das vor einigen Monaten mit dem Windows Live Messenger zusammengelegt wurde, kommt derzeit auf 280 Millionen Nutzer. Dabei ist die Twitter-Nutzung generell kostenlos und auch Skype-Anwender können immerhin untereinander kostenfrei kommunizieren.

WhatsApp will werbefrei bleiben

WhatsApp sieht als Vorteil, dass der Messenger werbefrei ist. Das Smartphone sei nicht die richtige Plattform für Werbebotschaften. Daher setze man anstelle einer Werbefinanzierung auf das Abonnement-Modell, das von den Anwendern offenbar auch gut angenommen wird, wie die Nutzerzahlen zeigen.

Bereits in der vergangenen Woche vermeldete WhatsApp einen neuen Spitzenwert bei den übermittelten Nachrichten. So wurden innerhalb von 24 Stunden stolze 27 Milliarden Messages übermittelt. Wie WhatsApp weiter mitteilte, wurden 17 Milliarden Nachrichten verschickt und 10 Milliarden Mitteilungen empfangen. Die Differenz ergibt sich aus der Möglichkeit, WhatsApp-Nachrichten parallel an mehrere Empfänger zu schicken oder auch Gruppen-Chats zu nutzen.

Trotz großer Beliebtheit äußern einige Nutzer auch Kritik an WhatsApp. So würden sich einige Kunden die Möglichkeit wünschen, einen Account auf mehreren Handys parallel zu betreiben. Andere Anwender würden den Chat gerne auch am Computer nutzen. Ein Desktop-Client ist aber im Gegensatz zu Konkurrenz-Produkten wie Skype, dem Facebook Messenger oder Google Hangouts bei WhatsApp derzeit nicht geplant.

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