Die starken Wachstumszahlen bei den Netbooks haben nicht nur die Hersteller selbst erfreut, sondern auch die OEMs und Zulieferer profitieren davon. Jetzt meldet die Digitimes aus Taiwan, dass verschiedene Hersteller von LCD-Displays einen ordentlichen Einbruch beim Absatz von Netbook-Bildschirmen zu verkraften haben. Namentlich genannt wurden die Produzenten HannStar Display, AU Optronics (AUO), Chimei Innolux Corporation (CIC) und Chunghwa Picture Tubes (CPT), aber auch
LG und
Samsung.
Display des Apple iPad ungewöhnlich dimensioniert
Bei allen diesen Herstellern seien in den letzten Monaten weniger Displays in den typischen Netbook-Größen zwischen 7 und 11,6 Zoll geordert worden. Freilich ist das immer noch ein Jammern auf recht hohem Niveau, denn allein diese sechs Unternehmen setzen monatlich immer noch rund 3,6 Millionen Netbook-Bildschirme ab, wenn die Zahlen der Digitimes korrekt sind. Trotz allem sind etwa bei HannStar die Verkäufe von teilweise über einer Million im Monat auf rund 900.000 Einheiten zurückgegangen. Deshalb will der Hersteller jetzt mit Sintek Photronic zusammen arbeiten und auf noch kleinere Displays, etwa für Smartphones oder Navis, setzen.
Begründet wird der Rückgang zwar hauptsächlich mit weniger Wachstum im Bereich der Netbooks, seltsamerweise aber auch mit dem Erscheinen des Apple iPad. Die Bildschirmdiagonale des Tablets aus Cupertino sei mit seinen 9,7 Zoll nicht mit den gängigen Größen etwa für Netbooks kompatibel. Die Hersteller haben hier ein Auge auf die Entwicklung, die die Standard-Netbook-Größen weiter drücken könnte.
<via Digitimes>