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webOS: Palm-Software soll auf Android-Handys portiert werden

Versuche mit Portierung auf Galaxy Nexus und als App fürs Nexus S
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webOS soll zur Android-App werdenwebOS soll zur Android-App werden Der Smartphone-Pionier Palm wagte vor einigen Jahren mit webOS einen neuen Anlauf, um auf dem Handy-Markt Fuß zu fassen. Die Software wurde zwar in der Fachwelt hochgelobt. Zum iPhone- und Android-Killer wurden Geräte wie das Palm Pre oder das Palm Pixi dennoch nicht.

HP kaufte Palm samt webOS auf und wollte mit neuen, qualitativ höherwertigen Smartphones und einem Tablet auf dem Markt angreifen. Wenige Wochen nach dem Verkaufsstart stellte das Unternehmen dann aber die gesamte Sparte ein. Geräte wurden zu Billigpreisen verkauft und webOS sollte zum Open-Source-Projekt werden.

webOS auf Android-Smartphones

Anfang Oktober war die erste Version des neuen Open webOS fertiggestellt. Es fehlt allerdings an Herstellern, die das Betriebssystem verwenden wollen. In Hackerkreisen wurde die Firmware auf ein von Samsung produziertes Google Galaxy Nexus portiert. Nun soll es auch das komplette Betriebssystem als Android-App geben.

Phoenix International Communications nennt sich die Firma, die webOS als Android-App entwickelt. Dabei gab es bereits erste Versuche auf dem nicht mehr ganz aktuellen Google Nexus S, das wie das Galaxy Nexus von Samsung produziert wurde. Bislang läuft die Software allerdings noch nicht sehr flüssig, wie sich in ersten Tests gezeigt hat.

Immerhin habe es in den vergangenen Wochen bereits Fortschritte gegeben. So sei man zunächst sogar am Entriegeln des Sperrbildschirms gescheitert, jetzt sei webOS immerhin schon nutzbar - wenn auch nicht mit allen Features und mit erheblichen Verzögerungen bei der Bedienung.

webOS als Fensterlösung ist nicht neu

Die Idee, webOS in ein bestehendes Betriebssystem einzuklinken, ist nicht neu. So sahen die Pläne von HP vor, die Palm-Software nicht nur auf Handys und Tablets zu bringen, sondern auch auf den PC, wo das Tool dann als Anwendung innerhalb von Windows laufen sollte - beispielsweise um über den zur Software gehörenden Cloud-Dienst Daten zwischen dem PC und mobilen Geräten auszutauschen.

Inwieweit webOS noch eine Zukunft hat, bleibt abzuwarten. Der Reiz, die Software als Android-App zu installieren, ist zumindest gegenwärtig nicht sehr groß, zumal es kaum einen Mehrwert für die Besitzer der in Frage kommenden Smartphones gibt. Die Anzahl der für webOS verfügbaren Apps liegt immer noch im recht bescheidenen vierstelligen Bereich.

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