E-Mail-Dienst

Web.de FreeMail: Jetzt 1 GB Speicherplatz, aber nur mit Toolbar

Mit kleinem Trick Speichererweiterung auch ohne Installation erhältlich
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Web.de FreeMail: Jetzt mit 1 GB SpeicherplatzWeb.de FreeMail: Jetzt mit 1 GB Speicherplatz Web.de spendiert den Nutzern seines FreeMail-Dienstes nun 1 GB Speicher­platz. Doch dazu ist weiterhin das fragwürdige, vom letzten Update bereits bekannte Prozedere über eine Toolbar notwendig. Auch der Online-Speicher lässt sich verdoppeln.

Nachdem der Speicher­platz des kosten­freien und einst vorbild­lichen Web.de-FreeMail-Dienstes bis Dezember 2011 nur magere 12 MB betrug, entschloss sich der Provider seinerzeit, den Kunden ein Update zukommen zu lassen. Bereits damals wurde die Erweiterung mit dem Wunsch einer stärkeren Bindung der Nutzer an das Portal gekoppelt. Das Ergebnis war eine "MailCheck" genannte Toolbar, die der Nutzer installieren und mindestens ein Mal nutzen musste, um das Update zu erhalten. Bei diesem Prozedere bleibt es auch beim aktuellen Update.

"MailCheck"-Toolbar kann auch separat auf USB-Stick installiert werden

Wer sich in sein Postfach einloggt, sieht dort den Menüpunkt "Web.de MailCheck - 1 000 MB Speicher für Ihr Postfach". Dort kann die entsprechende Toolbar für Internet Explorer und Firefox (für Windows und Mac OS) heruntergeladen und installiert werden. Anschließend muss der Nutzer den Browser gegebenenfalls neu starten und sich mindestens ein Mal über die Toolbar ins eigene Postfach einloggen. In einem kurzen Test wurde auf der Startseite unseres Postfachs sofort die neue Kapazität von 1 073 MB angezeigt.

Der Nachteil einer Toolbar besteht darin, dass diese lokal auf dem Rechner Nutzerdaten sammelt, die für Web.de interessant sein könnten, und dass sie gegebenenfalls Sicherheitslücken enthalten könnte. Bei unserer letzten Anfrage hat uns das Unternehmen bestätigt, dass die gesammelten Daten nicht übers Internet an den Provider geschickt werden sollen. Die Toolbar nimmt unter Umständen auch Veränderungen bei den Sucheinstellungen, der Startseite und weiteren Browsereinstellungen vor.

Wer in den Genuss des Upgrades kommen, sich aber nicht über die von der Toolbar durchgeführten Änderungen und Datensammlungen ärgern will, kann das Prozedere auch über einen USB-Stick vornehmen. Dazu müssen alle laufenden Instanzen von Firefox geschlossen und Firefox Portable auf den USB-Stick heruntergeladen werden. Nach dem Auspacken der Datei lässt sich Firefox ohne Installation direkt vom Stick starten. Das restliche Prozedere ist einfach: Innerhalb von Firefox Portable die MailCheck-Toolbar installieren, einmalig einloggen, Speicherupgrade prüfen, ausloggen, Browser schließen und USB-Stick abmelden. Die lokale Installation von Firefox wird davon nicht berührt und die Speichererweiterung bleibt erhalten.

Online-Speicher und erlaubte Mailgröße wachsen ebenfalls

Nach dem Einloggen werden die neuen Speichergrenzen angezeigt.Nach dem Einloggen werden die neuen Speichergrenzen angezeigt. Über eine Toolbar hat das Unternehmen übrigens auch seinem Maildienst GMX im Februar ein Speicherupgrade zukommen lassen. Ein positiver Nebeneffekt des jetzigen Web.de-FreeMail-Updates ist es, dass sich damit auch der Speicherplatz des Online-Speichers auf 2 GB vergrößert. Am Transferlimit für den Online-Speicher hat Web.de ebenfalls geschraubt: Das eigene monatliche Transfervolumen liegt nun bei 4 GB, das von Gästen, die beispielsweise freigegebene Daten herunterladen, bei insgesamt 2 GB.

Auch andere bisherige Begrenzungen des Postfachs werden etwas weiter gesteckt: Eine einzelne Mail darf mit Anhang jetzt 20 MB groß sein statt bisher nur 4 MB. Das Postfach nimmt nun maximal 5 000 statt 500 Mails insgesamt auf. Trotz dieser ganzen Verbesserungen muss sich das Postfach weiterhin an Konkurrenten wie AOL, Outlook.com und Yahoo messen lassen, die kostenlos einen unbegrenzten Speicherplatz anbieten. Eine Vergleichs-Tabelle finden Sie auf unserer Übersichtsseite zu kostenlosen E-Mail-Adressen: Freemailer im Überblick.

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