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AOL: Quietschbunter Online-Dienst mit Nerv-Potenzial

12.02.2013
09:01

Zeitweise riesiger Internet-Provider überschüttete die Welt mit CDs

Inhaltsverzeichnis:

1. Anfänge und erste Erfolge des Online-Riesen AOL
2. AOL in Deutschland, Firmen-Übernahmen, CD-Schwemme und Abstieg
Was ist eigentlich mit ... AOL?
Was ist eigentlich mit ... AOL?
Viele Internetnutzer haben den Cyberspace erstmals über die quietschbunte Software von AOL betreten, bis sie irgendwann merkten, dass es auch noch ein World Wide Web gibt. Nachdem der Online-Dienst die Welt mit Software-CDs überschwemmt hatte und DSL sich durchsetzte, begann der Abstieg des Internet-Riesen.

Viele Teenager signalisierten in den 1990ern noch vor dem Internet-Boom ihrer Umwelt durch eine E-Mail-Adresse @aol.com, dass sie "drin" waren. Als dann auch noch Tennisstar Boris Becker in einem Kult-Werbespot (Video) fragte "Bin ich schon drin - oder was?", war es klar: Als Einstieg in die Online-Welt ist AOL nicht schlecht, aber wer als Fachmann oder Internet-Experte und nicht als Lamer dastehen will, darf keineswegs mit AOL ankommen. Und der Dienst selbst gab reichlich Anlass zu dieser Einschätzung, obwohl er geschäftlich eine Zeitlang sehr erfolgreich war und andere Branchengrößen aufkaufte.

Der Aufstieg: Konzentration auf Einsteiger und massig Content

Das seit den 1960er-Jahren existierende Internet war bis Mitte der 1990er - außer bei Technikfreaks - kaum in Privathaushalten anzutreffen. Als analoge Modems zur Einwahl ins Internet erschwinglich wurden, stellte sich die Frage nach dem richtigen Internet-Provider. Online-Dienste wie AOL, Compuserve und Btx/T-Online nutzen die Gunst der Stunde und legten den Modems CDs ihrer Zugangssoftware bei.

Nach der Gründung des Online-Dienstes im Jahr 1985 in den USA nannte der Service sich drei Jahre später "America Online", die ersten Software-Versionen erschienen für den Atari und den legendären Commodore 64, später folgten Versionen für Apple, MS-DOS und Windows. Von Anfang an wollte AOL technisch eher unbedarfte Nutzer ansprechen, während Compuserve sich hauptsächlich an Business-Kunden richtete.

Dies zeigte sich auch beim Content: AOL bot bereits früh Multiplayer-Online-Rollenspiele, später erfolgte die Einbindung des im universitären Bereich entstandenen Diskussionssystems USENET. Neben einem Chatsystem etablierte AOL eine Unmenge an Informationsdiensten, die die Beliebtheit des Dienstes derart steigerten, dass erste technische Überlastungen auftraten.

Auf der folgenden Seite schauen wir zurück auf die Aktivitäten von AOL in Deutschland, auf die großen Übernahmen, auf den massenhaften CD-Versand und seine Folgen sowie die weitere Entwicklung von AOL nach dem Niedergang der Einwahl-Internetzugänge.

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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: Oh ja! Da war doch was... mikiscom 13.02.13 08:11
Aol Thron mikiscom 13.02.13 08:04
RE: Oh ja! Da war doch was... NicoFMuc 12.02.13 20:36
RE: Oh ja! Da war doch was... priestorian 12.02.13 19:29
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