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Themenspecial Reise und Roaming

Vulkan-Opfer und Roaming: Nun drohen hohe Rechnungen

28.04.2010
12:51

teltarif fragt nach: Zeigen die deutschen Netzbetreiber Entgegenkommen?

Im Moment herrscht Entwarnung: Die Aschewolke des Eyjafjallajökull-Vulkans auf Island hat sich verzogen, die meisten der von dem europaweiten Flugverbot betroffenen Urlauber sind mittlerweile wieder zuhause. Doch eines bleibt: Viele haben - vergleichsweise - Unsummen, besonders im Nicht-EU-Ausland, für Telefonate in die Heimat (oder auch innerhalb des Reiselandes) ausgegeben, um ihren Reiseveranstalter, die Airline, aber auch Angehörige und Freunde erreichen zu können.

In den nächsten Wochen dürfte daher - wenn auch etwas verspätetet - vielen Kunden ein unangenehmes Reisemitbringsel zugestellt werden, wenn die nächste Rechnung des heimischen Mobilfunkanbieters ins Haus flattert. Vor allem Urlauber, die unfreiwillig in Nicht-EU-Ländern festgesessen haben, könnten angesichts sehr hoher Roaming-Preise etwa in der Zone "Welt" (meist Minutenpreise von 2,50 Euro oder mehr) mit sehr hohen Rechnungsbeträgen konfrontiert werden.

Immerhin: Wer innerhalb der EU Urlaub gemacht hat - und das betrifft auch Urlauber auf Mallorca oder den Kanaren -, zahlt maximal die von der EU-Kommission festgesetzten Roaming-Preise (Euro-Tarif, abgehende Gespräche kosten derzeit maximal 51 Cent pro Minute).

Zeigen die deutschen Netzbetreiber Kulanz?

Wir wollten von den vier großen Netzbetreibern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 wissen, ob betroffene Urlauber mit einer Kulanzlösung rechnen können, wenn sie nachweisbar im Ausland festgesessen haben. Dies natürlich auch vor dem Hintergrund, dass den deutschen Netzbetreiber an der Vulkan-Misere genauso wenig eine Schuld trifft wie die deutschen Urlauber.

Die meisten Netzbetreiber zeigen sich hier allerdings sehr zugeknöpft: "Eine solche Regelung ist seitens der Telekom nicht geplant", antwortet uns T-Mobile äußerst einsilbig. Auch D-Netz-Konkurrent Vodafone zeigt sich von einer Kulanzregelung nicht gerade angetan: "Solche Kulanzregelungen sind bei Vodafone nicht vorgesehen. Mit den kostenlosen Optionen Vodafone World und Reiseversprechen halten sich die Kosten für Telefonie im Ausland - auch nach einem mehrtägigen Zwangsaufenthalt - absolut kontrollierbar. Auch haben wir nach Wiederaufnahme des Flugverkehrs kein erhöhtes Reklamationsaufkommen verzeichnen können", schreibt uns das Düsseldorfer Unternehmen. Allerdings: Da die meisten Kunden ihre Rechnung für den besagten Zeitraum noch gar nicht erhalten haben dürften, können diese bislang auch keine Reklamation eingereicht haben.

Auch E-Plus lehnt eine (generelle) Kulanzlösung gegenüber betroffenen Urlaubern grundsätzlich erst einmal ab. Man plane weder eine Kostenerstattung noch eine Kostenreduktion, so der Anbieter. Dies auch vor dem Hintergrund, dass ein solches Vorgehen intern schwierig umzusetzen und die Berechtigung des jeweiligen Kunden nur schwer überprüfbar sei. Allerdings: In "besonders drastischen Fällen" könne man eine Einzelfallprüfung vornehmen und ggf. eine Kulanzlösung für den Betroffenen anbieten.

o2 setzt auf "einvernehmliche Lösungen"

Mehr Zugeständnisse als seine Mitbewerber will der Münchener Netzbetreiber o2 machen: "Wir gehen generell in solchen Situationen aktiv auf unsere Kunden zu, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Dies werden wir auch im Falle der Vulkanasche tun", schreibt uns die o2-Pressestelle. Dabei gebe es einen bestimmten Handlungsspielraum, im Rahmen dessen man dem Kunden eine bestimmte Variante anbieten könne. Diese Regelung beziehe sich allerdings nur auf Fälle "deutlich überhöhter Rechnungen", so o2. Zudem müssten Kunden auch nachweisen können, dass sie tatsächlich im Ausland festgesessen haben.

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Schlechtes Geschäft Beschder 14.05.12 17:28
RE: Internetflat vereinheitlichen netzwerg 14.05.12 16:34
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-02, Erwachsene ab 14 Jahre