teltarif.de MOBIL · DIENSTE · TOUR
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 30.05.2012 


Auch Online-Betrug bei geringem Wert sollte angezeigt werden

18.05.2010
13:13

Noch 90 Prozent Aufklärungsquote, Beamte befürchten aber Verringerung

Betrüger tummeln sich auch gerne im Internet. In Rheinland-Pfalz wurden 2009 nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) mehr als 10 500 Betrugsfälle im Netz gezählt. Schon vor vier Jahren gründeten die Mainzer Polizeikommissare Daniel Werner und Malte Hambrock gemeinsam mit dem System- und Anwenderbetreuer André Linz die Projektgruppe WorldWideWarenbetrug. Sie ist in Rheinland-Pfalz in dieser Form bislang einmalig.

Rund 1 000 Fälle hat das Fahnderteam bereits bearbeitet - und die meisten auch gelöst. "Meist sind es recht junge Leute im Alter von 15 bis 40 Jahren, die finanziell oft nicht gut situiert sind", stellt Werner fest. Viele Fälle werden auch an andere Polizeidienststellen abgegeben, wenn der Täter nicht im Zuständigkeitsbereich wohnt. Die Betrugsspezialisten schulen zudem Polizeikollegen im Umgang mit der dynamischen Internetkriminalität: Immer wieder tauchen neue Betrugsmaschen im weltweiten Datennetz auf.

Anzahl der Betrügereien beim Online-Banking steigt

Das Logo des LKA Rheinland-Pfalz.
Kommissar Werner vom LKA Rheinland-Pfalz fordert die Wiederaufnahme der Vorratsdatenspeicherung.
"Wir verfolgen die Täter strafrechtlich, nachdem ihr Betrug zur Anzeige gebracht wurde", erklärt der 31-jährige Werner. Der Klassiker ist immer noch der betrogene Käufer im Online-Auktionshaus, der eine Ware bestellt und bezahlt, diese aber nie erhält. 2009 wurden mit Warenbetrug in Rheinland-Pfalz fast 6 000 Straftaten im Netz begangen. Ein Jahr zuvor waren es aufgrund größerer Sammelverfahren noch fast 17 000 Fälle gewesen.

Leicht steigend ist die Zahl der Betrügereien beim Online-Banking. "Dabei wird der heimische Computer manipuliert", erklärt der PC- Fachmann Linz. Wer den Anhang einer E-Mail öffnet oder einem geschickten Link folgt, macht es den Tätern leicht. Ein Virus infiziert den Rechner und ermöglicht den Betrügern, die Bankgeschäfte zu manipulieren. So kann es schnell passieren, dass eine Überweisung statt beim gewünschten Empfänger vielmehr im Ausland landet. "Man selbst bemerkt den Betrug nicht, weil die aufgerufene Internetseite der Bank wie gewohnt aussieht und auch der Überweisungsvorgang wie sonst abläuft", weiß Linz.

LKA empfiehlt Misstrauen gegenüber Unbekannten bei E-Mail und eBay

Generell gilt laut den Experten, dass ein Betrüger nur dann auf den eigenen Computer zugreifen kann, wenn man ihm den Zugang ermöglicht. "Deshalb sollte man E-Mails unbekannter Absender und deren Anhänge nicht öffnen und auch keinem Link folgen", betonen die Fachleute. Seriöse Unternehmen versenden niemals elektronische Post, in der sie dazu auffordern, die Bankverbindung, Transaktionsnummern (TANs) für das Online-Banking oder andere persönliche Daten preiszugeben.

Gesunde Skepsis beim Umgang mit dem Internet lautet die Devise. Wenn Ware in Online-Auktionshäusern besonders günstig sei - lieber die Finger davon lassen. "Skeptisch sollte man auch sein, wenn ein Anbieter bislang nur wenig verkauft hat und plötzlich 200 Computer anbietet", erklärt Linz. Bei Verkaufsbewertungen sei genaues Hinschauen gefragt, weil sie leicht beschönigt werden könnten.

Anzeige empfiehlt sich auch bei geringem Warenwert

Wichtig ist auch, jeden Betrug anzuzeigen. "Die meisten gehen erst ab einem Betrugswert von 50 Euro zur Polizei, weil sie denken, dass es sich sonst nicht lohnt", berichtet Linz. Das stimme jedoch nicht, da Betrüger genau auf dieses Phänomen setzten. Der Kriminelle bietet nach den Worten der Fahnder nämlich nicht nur beispielsweise einen Gegenstand im Wert von zehn Euro an, sondern gleich 200 ­ und so ist die gesamte Schadenssumme entsprechend groß.

Die Aufklärungsquote bei Betrugsfällen im Internet ist mit rund 90 Prozent hoch. "Die Anonymität trügt, weil jeder beim Surfen Spuren hinterlässt", erklärt Linz. Mit einigen Sorgen blicken die Experten jedoch in die Zukunft. Bisher konnten sie die Inhaber einer sogenannten IP-Adresse, die einem mit jeder Netznutzung zugeordnet wird, bei den Internetanbietern feststellen lassen. Wegen der aktuellen Entwicklung bei der gesetzlichen Regelung der Vorratsdatenspeicherung sei dies derzeit nicht mehr möglich.

Neuregelung der Vorratsdatenspeicherung erforderlich

Werner erwartet, dass "durch die fehlenden Recherchemöglichkeiten die Aufklärungsquote signifikant sinken wird und viele Straftaten nicht mehr beweissicher verfolgt werden können". Die Projektgruppe hofft daher auf eine schnelle Neuregelung der Vorratsdatenspeicherung, damit sich keine rechtsfreien Räume im Internet etablieren.

© Falko Matte / fotolia.de Nutzung nimmt zu, Datenmissbrauch ebenso
Sicherheitsexperten verzeichnen eine rasant wachsende Verbreitung von Programmen, die vertrauliche Bankdaten stehlen sollen. Dennoch wird Online-Banking immer beliebter. Wir nennen Ihnen die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen, die Sie treffen sollten.
Ratgeber Online-Banking: Mehr Sicherheit für Ihre Bankgeschäfte
© Luminis - Fotolia.com Wenn man nicht aufpasst, kann es teuer werden
Abofallen, Missbrauch von Sonderrufnummern und Premium-SMS, Phishing und Betrügereien beim Online-Shopping: Für manchen werden Telefon und Internet zur Kostenfalle. Doch wer die gängigen Tricks kennt, weiß auch, wie man sich schützen kann.
Ratgeber zu Betrugsmaschen in der Telekommunikation
 
vorherige Meldung Drucken RSS E-Mail nächste Meldung
Anzeige:

o2 on Business – die 7-fach-Flatrate von o2
140€ Ersparnis beim Kauf eines DSL-Komplettpakets!Hier klicken!

Surf&Fon-Flat 18. Schnell, einfach & günstig.Click Here  

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
PayPal ist besser geworden,aber... wildsurfer 05.09.10 21:28
nicht jammern, sondern mitdenken oskar40 12.08.10 09:58
RE: Online Betrug, selber Schuld, ... rotella 07.08.10 23:03
RE: Online-Betrug ger1294 07.08.10 21:51
Beitrags-Index ]  [ Thread-Index ] 

Weitere News vom 18.05.2010:

- Puma Phone pirscht sich in den Vodafone-Shop
- Amazon kündigt Kindle-Software für Android an
- Gerücht: Asus plant Netbook mit Handy-Slot
-  HP Compaq Airlife 100 mit Android in Action! (Video)
- Fotos, WLAN, Laser - Was macht das Street-View-Auto wirklich?
- Versteigerung: Kampf um LTE-Frequenzen geht weiter
- Kabel BW plant Errichtung eigener WLAN-Netze
-  Asus Eee PC 1215N mit Ion 2 und Atom D510 im ersten Test
- Flexishop bietet Mobile-Daten-Flatrates zum Aktionspreis
- RIM bringt Blackberry-Tablet noch in diesem Jahr
- Auch Online-Betrug bei geringem Wert sollte angezeigt werden
-  Rolle rückwärts: Acer plant kein Chrome-OS-Netbook zur Computex
- E-Plus bietet Kunden das Dual-SIM-Handy Samsung B5722 an
- iPhone HD mit doppeltem Arbeitsspeicher und größerem Akku
- Vodafone: Weniger Gewinn, aber mehr DSL-Kunden
- o2: Den Online-Rabatt gibts nun auch im Shop
-  DIY Nettop: Vollgas mit der kleinen Kiste!
- Youtube zeigt täglich über zwei Milliarden Video-Clips
- Microsoft bestätigt neue Features für Windows Live Hotmail
- NDrive bietet iPhone-Navi-Software für 2,99 Euro
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage

Werbung

hier klicken!


Click HereClick Here


Wann wollen Sie online gehen?
  
Welche Preisangabe?
 Nur Tarife mit längerer Gültigkeit
Genauer Vergleich
Internet-Anbieter
Die Suchmaske unterstützt mehr als 50 Top-Level-Domains (z.B. .de, .at, ch, .fr, .com, .net, .org und viele mehr).
gewünschter Domainname:

powered by xdial.de

 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2012 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB/Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 190 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre