4G

Vodafone: "VoLTE läuft nur mit gebrandeten Smartphones"

Wir berichten darüber, wann damit zu rechnen ist, dass Kunden mit allen VoLTE-tauglichen Smartphones auch wirklich über LTE telefonieren können. Zudem zeigen wir auf, mit welchem Szenario die Einschränkungen bei der VoLTE-Einführung vergleichbar sind.
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HTC One M9 bekommt VoLTE-UpdateHTC One M9 bekommt VoLTE-Update Zur CeBIT im März hatte Vodafone als erster deutscher Mobilfunk-Netzbetreiber Voice over LTE (VoLTE) eingeführt. Wenige Wochen später führte auch o2 die Telefonie im 4G-Netz ein. Für den Sprach­dienst im LTE-Netz sind allerdings Firmware-Updates für die Smartphones erforderlich, die für kompatible Geräte sukzessive verteilt werden.

HTC One (M9)

Jüngstes Beispiel ist das HTC One M9 von Vodafone, das zusammen mit dem Update auf Android 5.1.1 auch gleich eine VoLTE-taugliche Firmware bekommt. Kunden, die die Aktualisierung installieren und eine für LTE freigeschaltete Vodafone-SIM-Karte verwenden, können dann im 4G-Netz auch telefonieren und nicht - wie bisher - nur Datendienste nutzen. Ausnahme sind Besitzer einer UltraCard, für die VoLTE noch nicht angeboten werden kann.

Die Vodafone-Pressestelle bestätigte unterdessen die Beobachtung aus unserem VoLTE-Test, dass die Telefonie im Mobilfunknetz der vierten Generation nur mit Smartphones funktioniert, die mit Netzbetreiber-spezifischer Firmware ausgeliefert wurden. Zur CeBIT im März erhielten wir vom VoLTE-Pionier zunächst die Aussage, auch ungebrandete Geräte würden entsprechende Software-Updates erhalten. Diese Information hatte sich als falsch herausgestellt.

Vodafone: "VoLTE nicht auf Open Market Devices"

"Die VoLTE-Firmware funktioniert aktuell nur mit bei Vodafone gekauften Geräten, nicht auf Open Market Devices", so die Pressestelle des Düsseldorfer Telekommunikations­dienst­leisters. Dabei handelt es sich jedoch nicht etwa um ein Problem, mit dem ausschließlich Vodafone-Kunden zu kämpfen haben. So machten wir auch im o2-Netz die Erfahrung, dass die Telefonie über 4G nur mit Smartphones funktioniert, die mit o2-Firmware ausgeliefert wurden. "Voraussichtlich erst denn, wenn VoLTE bei allen Netzbetreibern angeboten wird, werden die Hersteller VoLTE nicht mehr nur in der Netzbetreiber-spezifischen Firmware möglich machen", vermutet die Vodafone-Pressestelle weiter. Einen Zeitrahmen dafür gibt es derzeit noch nicht.

Die Deutsche Telekom hatte im Frühjahr angekündigt, im Laufe des Sommers mit Voice over LTE zu starten. Von E-Plus sind bislang keine Pläne für VoLTE bekannt. Denkbar wäre, dass die Düsseldorfer Telefónica-Marke damit bis zur Zusammen­legung der LTE-Netze von E-Plus und o2 im Sommer kommenden Jahres abwartet.

Einschränkungen nicht ungewöhnlich

Die bei der VoLTE-Nutzung auftretenden Einschränkungen sind nicht ungewöhnlich. So gab es auch den Internet-Zugang über LTE vor einigen Jahren zunächst nur auf Smartphones mit Netzbetreiber-Branding. Dabei kam es durchaus auch zu Funktions­störungen, wenn die Geräte in anderen Mobilfunknetzen betrieben wurden. Erst die zweite Generation LTE-tauglicher Handys war dann auch universell in allen Netzen nutzbar.

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