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Einsatzbereiche und VoIP-Anbieter
Gespräche können mit Voice over IP sowohl privat als auch innerhalb von Unternehmen
geführt werden. Die technische Basis ist in beiden Fällen identisch. Aufgrund der
unterschiedlichen Netzwerkumgebungen sehen VoIP-Lösungen im Privatbereich anders
aus als in Unternehmen.
Derzeit erfreut sich der Einsatz von IP-Telefonie im Privatkundenbereich
zunehmender Beliebtheit. Wenn ein permanenter Internetanschluss beispielsweise
über DSL vorhanden ist, kann man sich einfach bei einem IP-Telefonie-Anbieter
registrieren und ein Telefon mit Ethernet-Anschluss einsetzen. Alternativ
kann ein so genanntes Softphone zusammen mit einem Headset oder einem
USB-Telefonhörer verwendet werden. Ein Softphone ist eine Software-Anwendung zum Telefonieren. Sie hat jedoch den Nachteil, dass der PC ständig eingeschaltet bleiben muss, um erreichbar zu sein.
IP-Telefonie für Zuhause nur mit Breitband-Internetanschluss sinnvoll

FRITZ!Box Fon von AVM
Die Verwendung der Privatkundenangebote von IP-Telefonie-Anbietern sind nur in
Verbindung mit einem Breitbandanschluss (z.B. DSL)
sinnvoll, weil bei Schmalband-Internetverbindungen der Kostenvorteil durch die
Kosten für eine Interneteinwahl wieder aufgefressen wird. Ein einzelner ISDN-Kanal
mit 64 kBit/s ist außerdem kaum für eine VoIP-Verbindung über Internet
geeignet.
Bei einem DSL-Anschluss muss bei der Kostenbetrachtung eine Zeit- oder
Volumenbegrenzung berücksichtigt werden, sofern keine
Flatrate vorhanden ist. Ansonsten fallen zusätzliche
Kosten für die Datenübertragung bei Gesprächen an. Mit einem Volumentarif mit
1 GB pro Monat kann man normalerweise ca. 14 Stunden ohne Zusatzkosten telefonieren, wenn der Anschluss nicht auch anderweitig z.B. zum Web-Surfen
verwendet wird.
Privatkunden benötigen eine permanente Internetanbindung, um mit einem
IP-Telefon jederzeit erreichbar zu sein. Ein DSL-Volumentarif genügt für
diesen Zweck. Bei dieser DSL-Variante ist allerdings eine Zwangstrennung nach
24 Stunden Verbindungsdauer zu berücksichtigen. Das DSL-Modem kann jedoch
so eingestellt werden, dass es sich nach einer Trennung sofort wieder einwählt.
Anschließend bekommt es eine neue öffentliche IP-Adresse, die vom IP-Telefon
mit Hilfe des STUN-Protokolls "Simple Traversal of User Datagram Protocol (UDP)
Through Network Address Translators (NATs)" ermittelt werden kann.
Die Erreichbarkeit
Das IP-Telefon registriert sich über das Internet bei einem Provider und
ist fortan auch für eingehende Gespräche erreichbar. Die so genannte
Anrufsignalisierung geht dabei stets über die Server des Providers. Die
Gesprächsverbindung wird anschließend auf direktem Wege zwischen den Endgeräten
aufgebaut, so dass die Gesprächsdatenströme nicht die Server des Providers
überlasten können. Diese Eigenschaft stellt einen wesentlichen Unterschied zur Festnetztelefonie dar, bei der die Gespräche durch das Telefonnetz des Providers
geleitet werden müssen.
Befindet sich der Angerufene nicht im gleichen Providernetz, müssen die
Server des VoIP-Anbieters in der Lage sein, die Zielrufnummer in eine
Internet-Adresse des Angerufenen aufzulösen. VoIP-Telefonnetzbetreiber können
untereinander Informationen über die Erreichbarkeit von eigenen Endkunden
austauschen. Die Funktionsweise entspricht ungefähr dem IP-Routing im Internet,
mit dessen Hilfe beliebige Internetadressen weltweit erreicht werden können.
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