Telefonieren über das Internet hat sich mittlerweile dank kostenlosen Voicechat-Diensten wie Skype, Google Talk oder iChat als günstige Alternative zu Gesprächen im klassischen Telefonnetz etabliert. Doch dies ist nur einer von verschiedenen Wegen, per Voice
over IP (VoIP) über die
Breitband-Internetleitung zu telefonieren und dabei Geld zu sparen:
Per Software auf dem PC, Laptop oder Smartphone, mit einem speziellen IP-Telefon, das den SIP-Standard
unterstützt, oder mit dem herkömmlichen Telefonapparat in Verbindung mit einem
VoIP-Adapter oder anschlussfähigem VoIP-Router. Die Möglichkeiten für den Einsatz von VoIP reichen von gelegentlichen Gesprächen per Voicechat bis hin zur Realisierung der gesamten Telefonie inklusive Erreichbarkeit unter einer regulären Ortsrufnummer. Wir erklären Ihnen daher auf den folgenden Seiten, worauf Sie beim Einstieg in die Internet-Telefonie achten müssen.
Voraussetzungen für VoIP
Wer nur sporadisch per VoIP-Software mit dem PC oder Laptop telefoniert, dem reichen die bei den meisten Geräten integrierten Lautsprecher und Mikrofone aus. Für mehr Komfort lohnt sich bei häufigeren Telefonaten jedoch ein Headset oder Telefonapparat. Eine Voicechat-Funktion ist mittlerweile bei den meisten Instant Messengern integriert. Nicht alle können jedoch mit einer Softphone-Funktion aufwarten, die auch Anrufe zu regulären Festnetz- und Mobilfunkanschlüssen ermöglicht.
Unabhängig von den eingesetzten Geräten benötigt der Nutzer für die Internet-Telefonie einen Breitband-Anschluss, um eine ausreichende Sprachqualität zu erhalten. Wichtig ist dabei vor allem die Geschwindigkeit, mit der die Daten versendet werden, also die so genannte Upstream-Geschwindigkeit. Diese ist bei den übliche Privatkunden-Anschlüssen deutlich niedriger als die Geschwindigkeit im Downstream. Um eine ausreichende Qualität bei der Telefonie und gleichzeitigem Internetsurfen zu gewährleisten, sollte der Breitbandanschluss mindestens eine Upload-Geschwindigkeit von 128 kBit/s haben.
Sparen mit VoIP
Internet-Telefonie-Anbieter locken Nutzer mit
kostenlosen Gesprächen. Zwar ist das Telefonieren über VoIP nicht wirklich kostenlos, da zumindest die Grundkosten für den nötigen Internet-Zugang, etwa via DSL- oder TV-Kabel anfallen. Wenn zudem nicht die gesamte Verbindung via Internet zustandekommt, sondern zum Beispiel ein Anruf ins klassische Telefonnetz zu einer Festnetznummer erfolgt, so fallen zudem zusätzlich die Minutenpreise eines VoIP-Anbieters an. Doch günstige Gespräche wie im offenen Call by Call sind allemal drin. Das macht VoIP zu einer praktischen Sparmöglichkeit für Haushalte mit Telefon-Anschlüssen, bei denen die Nutzung von Call by Call eingeschränkt ist. Weiterer Vorteil: Da der VoIP-Anschluss an den Internetanschluss gekoppelt ist, sind Nutzer theoretisch überall auf der Welt unter derselben Rufnummer erreichbar und können zum Beispiel Telefonate von Übersee nach Hause zum Ortstarif führen (nomadische Nutzung). Mit der passenden App kann auch das Smartphone zum VoIP-Client werden.
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Was bedeutet Voice over IP?
Der Begriff "Voice over IP" kennzeichnet lediglich die technologische Basis. Bei
diesem Verfahren werden anders als im herkömmlichen Festnetz
Daten in einzelne Pakete zerlegt und einzeln übertragen, auf der Empfangsseite
werden diese Datenpakete wieder zusammengesetzt. Dies geschieht auch bei den
vergleichbaren NGN-Anschlüssen, die von
immer mehr Komplett-Anbietern geschaltet werden. Dabei verbessern genannte QoS-Lösungen allerdings zusätzlich die Qualität der Verbindung, denn Übertragungsverzögerungen und Datenverluste können Sprachqualität beim Telefonieren via Internet negativ beeinflussen. Allerdings überwiegen die Vorteile der Kosteneinsparung und neuer Mehrwertdienste. Auch die großen Telefongesellschaften wie
etwa die Deutsche Telekom migrieren ihre Telefonangebote auf
IP-Infrastruktur. In den Fernverkehrsnetzen der Anbieter läuft ohnehin heute
schon fast alles IP-basiert ab.
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