Internet-Telefonie-Anbieter locken Nutzer mit
kostenlosen Gesprächen. Zwar ist das Telefonieren per Voice
over IP (VoIP) nicht wirklich kostenlos, da neben den monatlichen
Grundkosten für den nötigen DSL-Anschluss und -Zugang
auch für die meisten Verbindungen zusätzlich Minutenpreise anfallen, doch
günstige Gespräche wie im offenen Call by Call
sind allemal drin. Weiterer Vorteil: Da der
VoIP-Anschluss an den Internetanschluss gekoppelt
ist, sind die Nutzer theoretisch überall auf der Welt unter derselben Rufnummer
erreichbar und können zum Beispiel Telefonate von Übersee nach Hause zum Ortstarif
führen (nomadische Nutzung).
Wir erklären Ihnen daher auf den folgenden Seiten,
worauf Sie beim Einstieg in die Internet-Telefonie achten müssen.
Es gibt verschiedene Wege, über die
Breitband-Internetleitung zu telefonieren:
Über ein kostenfrei im Internet erhältliches PC-Softphone unter Verwendung
eines Headsets, mit einem speziellen IP-Telefon, das den SIP-Standard
unterstützt, oder mit dem herkömmlichen Telefonapparat in Verbindung mit einem
VoIP-Adapter oder anschlussfähigem VoIP-Router.
Solche zwischengeschalteten Geräte
erhalten Einsteiger in der Regel zu Sonderpreisen
beim DSL- bzw. VoIP-Anbieter ihrer Wahl.
Lediglich bei der
Softphone-Variante muss der Computer zum Telefonieren eingeschaltet sein.
Neben dem Telefonapparat wird für die Internet-Telefonie ein
Breitband-Anschluss benötigt, um eine ausreichende
Sprachqualität zu erhalten. Wichtig ist nämlich auch die Geschwindigkeit, mit der
die Daten versendet werden, also die so genannte Upstream-Geschwindigkeit.
Um eine ausreichende Qualität bei der Telefonie und gleichzeitigem Internetsurfen
zu gewährleisten, sollte Breitbandanschluss eine Upload-Geschwindigkeit
von 128 kBit/s haben.
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Der Begriff "Voice over IP" kennzeichnet lediglich die technologische Basis. Bei
diesem Verfahren werden anders als im herkömmlichen Festnetz
Daten in einzelne Pakete zerlegt und einzeln übertragen, auf der Empfangsseite
werden diese Datenpakete wieder zusammengesetzt. Dies geschieht auch bei den
vergleichbaren NGN-Anschlüssen, die von
immer mehr Komplett-Anbietern geschaltet werden. Für den Aufbau der Gesprächsverbindung
stützen sich die meisten VoIP-Anbieter auf den so genannten SIP-Standard (Session
Initiation Protocol). Durch Übertragungsverzögerungen oder Datenverluste kann die
Sprachqualität negativ beeinflusst werden. Allerdings überwiegen die Vorteile der
Kosteneinsparung und neuer Mehrwertdienste. Auch die großen Telefongesellschaften wie
etwa die Deutsche Telekom werden in den kommenden Jahren ihre Telefonangebote auf
IP-Infrastruktur migrieren.