2015/16

Vodafone-Zahlen: Vertrags­kunden­wachstum bei Mobilfunk & Kabel

Während der Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone seine Kundenzahlen im Festnetz leicht steigern konnte, ist die Zahl der Mobilfunkkunden weiterhin rückläufig. Der Gesamtumsatz ging leicht zurück, der operative Gewinn (EBITDA) konnte hingegen gesteigert werden.
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Vodafone legt Quartalszahlen vor: Mehr Vertragskunden bringen mehr GewinnVodafone legt Quartalszahlen vor Vodafone hat die aktuellen Zahlen für das zweite Quartal 2015/16 vorgelegt. Während der Düsseldorfer Netzbetreiber seine Kundenzahlen im Festnetz steigern konnte, ist die Zahl der Mobilfunkkunden weiterhin rückläufig. Der Gesamtumsatz ging leicht zurück, der operative Gewinn (EBITDA) konnte hingegen gesteigert werden. Auch die EBITDA-Marge steigt - vor allem durch die Integration von Kabel Deutschland - um 0,5 Prozentpunkte auf 32,7 Prozent.

Kundenzahlen bei Vodafone

Mit einem Plus von 245 000 Teilnehmern gewinnt Vodafone im aktuellen Quartal zwar doppelt so viele Vertragskunden wie im Jahr zuvor, was sicherlich auch an der Anpassung der Red-Tarife liegt. Allerdings zeigt sich die Zahl der Prepaid-Kunden weiterhin rückläufig. Insgesamt zählt das Unternehmen nun 30,2 Millionen Mobilfunkkunden, was im Vergleich zum Vorjahr (31,7 Millionen Kunden) ein Minus von 4,7 Prozent ergibt. Immerhin konnte das Unternehmen aber die Zahl der Kunden mit Laufzeitvertrag erhöhen. Auf 16,3 Millionen ist die Zahl der Vertragskunden im Bereich Mobilfunk gestiegen, im Jahr davor waren es noch 15,6 Millionen. Der ARPU, der durchschnittliche Erlös pro Kunde, liegt im Bereich Mobilfunk aktuell bei 15,5 Euro pro Monat. Dies ist eine Steigerung von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem der ARPU bei 15,30 Euro im Monat lag.

Im Festnetz gewinnt Vodafone vor allem durch das Kabelgeschäft 66 000 neue Breitbandkunden. Hingegen sinken sowohl im DSL- wie auch im Prepaid-Geschäft weiterhin die Kundenzahlen. Insgesamt zählt das Unternehmen im zweiten Quartal 2015/16 5,58 Millionen Festnetzkunden. Im Jahr davor waren es noch 5,25 Millionen. Die Zahl teilt sich aktuell in 2,82 Millionen Kunden mit Kabel-Internetanschluss - ein Plus von 19,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2,36 Millionen Kunden) - und 2,75 Millionen DSL- bzw. VDSL-Kunden auf (Vorjahr: 2,88 Millionen Kunden, Minus von 4,5 Prozent). Zusätzlich gibt es 7,87 Millionen Kunden, die das TV-Angebot von Vodafone gebucht haben.

Serviceumsatz leicht rückläufig

Im Vergleich zum Vorjahresquartal sinkt der Serviceumsatz um 1,8 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro und der Mobilfunkumsatz um 2,8 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro. Der Festnetzumsatz bleibt im Jahresvergleich mit 929 Millionen Euro stabil, wobei das weiter wachsende Kabelgeschäft die anhaltenden Umsatzrückgänge im DSL-Bereich kompensiert: Der Serviceumsatz im Bereich DSL/VDSL ging im Vergleich zum Vorjahr von 460 auf 432 Millionen Euro zurück, im Bereich Kabel stieg er im gleichen Zeitraum hingegen von 469 auf 502 Millionen Euro. Mittlerweile kann Vodafone über sein Kabelglasfasernetz über 6 Millionen Haushalte mit bis zu 200 MBit/s versorgen. Knapp 15 Millionen Haushalte können mit bis zu 100 MBit/s ins Netz gehen.

Vodafone legt Quartalszahlen vor: Mehr Vertragskunden bringen mehr Gewinn
Mehr Vertragskunden bringen mehr Gewinn

Weitere Pläne von Vodafone

Seit September dieses Jahres treten Vodafone und Kabel Deutschland unter der gemeinsamen Marke Vodafone auf. Ein Großteil der Standorte, Läden und Websites wurde im Rahmen eines einheitlichen Markenauftritts bereits umgestaltet. Anfang des Monats ging das Unternehmen mit neu aufgesetzten Red-One-Tarifen an den Start. Die neue Tarifwelt vereint Internet, Festnetz, Mobilfunk und Fernsehen sowie weitere Extras in einem Paket.

Die Integration der Netze von Vodafone und Kabel Deutschland läuft auf Hochtouren. Bis 2016 will Vodafone weitere Mobilfunkstationen an das Kabelglasfasernetz anschließen und seine beiden Backbones deutschlandweit an weiteren Stellen verknüpfen.

Auch in Sachen LTE wird weiter gearbeitet: Bis Mitte 2016 will Vodafone sein LTE-Netz um weitere 2 Millionen Haushalte erweitern und dann 90 Prozent Deutschlands mit dem schnellen Datenstandard versorgen. Im Festnetz wird 200 MBit/s schnelles Kabel bereits für 10 Millionen Kunden verfügbar sein.

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