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Geschäftszahlen: Vodafone mit mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

Konzern profitiert vor allem vom Geschäftskundengeschäft und Datenumsätzen
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Vodafone-ZentraleDie Vodafone-Zentrale
in Düsseldorf
Der Düsseldorfer Telekom­munikations­anbieter Vodafone hat heute seine Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr (1. April 2010 bis 31. März 2011) vorgestellt und dabei einen Gesamtumsatz von knapp 9,3 Milliarden Euro erzielt (plus 2,8 Prozent). Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank jedoch auf 3,47 Milliarden Euro (minus 1,5 Prozent). Im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierte Vodafone vor allem von der Nutzung mobiler Daten sowie Zuwächsen im Geschäftskundenbereich.

Starkes Wachstum im Bereich Daten

Im sogenannten "Enterprise"-Segment konnte Vodafone 3,6 Prozent mehr Umsatz erzielen. Der Service-Umsatz im Mobilfunkbereich konnte um 1,2 Prozent auf rund 6,66 Milliarden Euro zulegen, während Vodafone im Festnetz-Bereich einen leichten Umsatzrückgang verzeichnen musste (minus 0,5 Prozent). Indes konnte der Konzern deutlich höhere Umsätze im Bereich der mobilen Datenübertragung (ohne SMS / MMS erzielen: Hier stiegen die Umsätze um 27,9 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro.

ARPU gesunken, Telefonievolumen gestiegen

Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) sank hingegen erneut und beträgt nun 15,50 Euro (Vorjahr: 15,70 Euro). Vodafone begründet den gesunkenen ARPU mit einem geringeren Durchschnittsumsatz seiner Prepaid-Kunden. Durchschnittlich telefonierte jeder Vodafone-Deutschland-Mobilfunk-Kunde 119,4 Minuten pro Monat (plus 3,3 Prozent), insgesamt betrug das Mobilfunk-Minutenvolumen 50,25 Milliarden Minuten.

Negativer Einfluss der geringeren Mobilfunk-Terminierungsentgelte

Während Vodafone im Mobilfunk-Bereich deutlich an Kunden gewann (aktuell: 36,71 Millionen, plus 6,3 Prozent), kamen im DSL-Bereich lediglich 7 000 neue Kunden (plus 0,2 Prozent) hinzu. In einer Pressemitteilung verwies der TK-Konzern darauf, dass die Service-Umsätze über alle Sparten noch deutlich höher ausgefallen wäre, wenn sich die Regulierung der Mobilfunk-Terminierungsentgelte durch die Bundesnetzagentur nicht negativ bemerkbar gemacht hätte.

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