Hands-On

WiFi Calling bei Vodafone im kurzen Test

Wir haben WiFi Calling bei Vodafone mit dem Samsung Galaxy S6 auf der CeBIT einem kurzen Test unterzogen. Dazu haben wir alle Details zum Start des Dienstes zusammengetragen.
Von der CeBIT in Hannover berichtet
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WiFi Calling mit dem Samsung Galaxy S6WiFi Calling mit dem Samsung Galaxy S6 Die Deutsche Telekom hat WiFi Calling schon auf dem Mobile World Congress (MWC) im Februar angekündigt. Vodafone ließ sich einige Wochen länger Zeit und verkündete erst auf der in dieser Woche in Hannover startenden CeBIT den Start der Telefonie für Mobilfunkkunden über WLAN. Dafür kommt der Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreiber seinem Bonner Konkurrenten bei der Einführung zuvor: Schon ab Mai sollen Geschäftskunden von Vodafone die Möglichkeit haben, WiFi Calling zu nutzen.

Zum Start stehen für den neuen Dienst das Samsung Galaxy S6 und das Samsung Galaxy S6 Edge als Smartphones zur Verfügung. Das Samsung Galaxy S7 und das Samsung Galaxy S7 Edge sollen kurze Zeit später folgen. Sukzessive wird das Portfolio der für WiFi Calling geeigneten Endgeräte erweitert - ähnlich wie bei der Einführung von Voice over LTE (VoLTE), wo es zum Start ebenfalls nur ein einziges Smartphone gab, das den Dienst unterstützt hat, während inzwischen mehr als 30 Handsets für VoLTE bei Vodafone geeignet sind.

Automatische Freischaltung für Geschäftskunden

Vodafone will alle Geschäftskunden, die in den Red-Business-Plus-Tarifen telefonieren und auch Voice over LTE nutzen können, automatisch für WiFi Calling freischalten. Zur Freigabe des neuen Features für Privatkunden sagte das Unternehmen auf der CeBIT dagegen noch nichts.

Weitere Voraussetzung ist - wie seinerzeit beim VoLTE-Start - ein Firmware-Upgrade für das Smartphone. Dieses soll bei geeigneten Geräten automatisch verteilt werden. Allerdings handelt es sich abermals um Netzbetreiber-spezifische Software, was zur Folge hat, dass der Dienst nur mit Geräten funktioniert, die bei dem Anbieter gekauft wurden, in dessen Netz WiFi Calling auch genutzt werden soll.

Handover ins Mobilfunknetz möglich

Voice over WiFi wird im Menü mit angezeigtVoice over WiFi wird im Menü mit angezeigt Wie bei der Telekom fallen auch bei Vodafone für WiFi Calling keine zusätzlichen Kosten an. Im Gegensatz zum Bonner Mitbewerber ermöglicht Vodafone aber auch die unterbrechungsfreie Telefonie, wenn man sich aus dem WLAN-Bereich herausbewegt und dann über LTE weiter telefoniert. Auch in umgekehrte Richtung soll die Verbindung ohne Unterbrechung übergeben werden.

Wie auch die Telekom ermöglicht Vodafone keine direkte Gesprächsübergabe zwischen WLAN und UMTS oder GSM. Wer WiFi Calling in einer Region ohne LTE-Netzabdeckung einsetzt, muss demnach mit einer Gesprächsunterbrechung leben, sobald der Versorgungsbereich des Hotspots verlassen wird.

Kurz-Test mit Samsung Galaxy S6

Auf Wunsch können WLAN-Anrufe auch deaktiviert werdenAuf Wunsch können WLAN-Anrufe auch deaktiviert werden Auf der CeBIT hatten wir die Möglichkeit, WiFi Calling mit dem Samsung Galaxy S6 zu testen. Der Verbindungsaufbau war schnell und die Gesprächsqualität war gut. Bei netzinternen Telefonaten stand auch der HD-Voice-Standard zur Verfügung. Das galt nicht nur für Verbindungen zwischen zwei WiFi-Calling-Geräten, sondern auch für einen Anruf auf ein mit einer Vodafone-SIM-Karte ausgestattetes Microsoft Lumia 950, das für den Aufbau der Sprachverbindung von LTE ins UMTS-Netz übergeben wurde.

Kunden, die WiFi Calling nicht verwenden möchten, können den Dienst auch deaktivieren. Das ist im Untermenü "Einstellungen" der Telefonschnittstelle möglich. Wer sich auf diesem Weg gegen die Telefonie über WLAN-Netze entscheidet, telefoniert auch bei Verfügbarkeit eines Hotspots ausschließlich im Mobilfunknetz des Düsseldorfer Telekommunikationskonzerns.

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