Vodafone: Zusammenarbeit mit der Telekom bei VDSL vor dem Aus
13.07.2009 09:35
Laut Focus wurde noch keine Einigung zwischen Vodafone und Telekom erzielt
Die Verhandlungen zwischen Vodafone und der
Deutschen Telekom über die Zusammenarbeit
beim Internet über VDSL
stehen vor dem Scheitern. Vodafone-Finanzvorstand Volker Ruloff sagte
dem Nachrichtenmagazin Focus,
obwohl die Telekom einen gegenteiligen Eindruck erwecke, sei eine
Einigung über den vorgeschriebenen Zugang zu Leerrohren und
Kabelschächten nicht in Sicht. "Wir bewegen uns in der Tendenz eher
rückwärts. Ich fürchte, wir kommen um den Gang zum Regulierer nicht
herum, um keine weitere Zeit zu verlieren", so Ruloff.
Wie Focus nach eigenen Angaben aus Verhandlungskreisen erfuhr, hat
Vodafone der Telekom eine Frist bis Mitte Juli für eine Einigung
gesetzt. Schon vor rund einer Woche
warf Vodafone-Chef Friedrich Joussen dem Ex-Monopolisten eine
Hinhaltetaktik vor. Obwohl die Bundesnetzagentur
verlange, dass der Konzern Kabelschächte und Verteilerkästen des
VDSL-Netzes für alle öffne, "stocken die Verhandlungen", so
Joussen.
Die Telekom teilte ihrerseits in der vergangenen Woche mit,
der Vertrag über die Vermarktung von VDSL-Anschlüssen mit Vodafone
sei bereits unterzeichnet worden. Vodafone selbst erklärte,
ab September VDSL-Anschlüsse anzubieten. Eine entsprechende Einigung
hat die Telekom nach eigenen Angaben zudem mit der
United-Internet-Marke 1&1
erzielt worden. Bislang steht das VDSL-Netz mit Übertragungs-Bandbreiten
von bis zu 50 MBit/s in 50 deutschen Städten zur Verfügung.
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Mit rund 20 Millionen Kunden ist DSL mit Abstand die
führende Breitband-Technik, doch das Internet über TV-Kabel
oder UMTS/HSPA spielt
eine immer größere Rolle. Ein Nischendasein führen weiterhin die Zugänge über
WiMAX und Satellit.