Kritik

Vodafone: Massive Kritik an Entgelten für TAL und VDSL

Vodafone-Chef: Telekom macht "prächtigen" Verdienst mit alten Netzstrukturen
AAA

Vodafone: Massive Kritik an Entgelten für TAL und VDSLVodafone: Massive Kritik an Entgelten für TAL und VDSL Das TK-Schwergewicht Vodafone kritisiert im Focus die Höhe der Entgelte, die Unternehmen an den Ex-Monopolisten Deutsche Telekom für die Nutzung bestimmter Leistungen bei DSL und VDSL zu zahlen haben. Das Magazin zitiert in Bezug auf die Entgelte für die Nutzung der so genannten Teilnehmeranschlussleitung, kurz TAL, den Vodafone-Chef Fritz Joussen mit den Worten: "Wir zahlen schon heute an unseren Hauptwettbewerber (die Telekom) mit 10,20 Euro im Monat eine viel zu hohe Gebühr". Genutzt wird diese auch "letzte Meile" genannte Leitung, die in der Regel aus Kupfer besteht und von der Vermittlungsstelle bis zum Kunden reicht, von allen Alternativ-Anbietern, die keine eigenen Leitungen zum Kunden besitzen, aber komplett auf eigene Anschlüsse-Angebote setzen. Um im Telekommunikations-Markt einen sinnvollen Wettbewerb zu erhalten, werden diese Entgelte nicht von der Telekom selbst, sondern von der Bundesnetzagentur festgelegt.

Vodafone zu Telekom-Entgelten: Verdienen nichts mit VDSL

Vodafone bescheinigt der Telekom in diesem Zusammenhang einen "prächtigen" Verdienst mit ihrer "alten Netzstruktur aus Kupferkabeln", obwohl diese Struktur "aus der Monopolzeit schon längst abgeschrieben" sei. Wie auch teltarif.de bereits berichtete, fordert die Telekom sogar eine Anhebung der TAL-Gebühr auf 12,90 Euro monatlich. Die aktuelle Festsetzung der Gebühr, die seit 2009 gilt, läuft zum 31. März aus.

Joussen fordert laut Focus, dass die Telekom darlegen solle, wieviel Geld in die Überarbeitung des Festnetzes investiert wurde und wird. Kritik gab es im Focus-Interview auch an den Gebühren für die VDSL-Nutzung. Die Entgelte der Telekom seien so hoch, "dass wir nichts mehr daran verdienen", heißt es im Magazin. Joussen forderte die Bundesregierung auf, "eine faire Marktstruktur" auch im Festnetz-Bereich durchzusetzen, die seiner Meinung nach im Mobilfunk-Segment gelungen sei.

Derweil fokussiere sich Vodafone unter anderem auf den LTE-Ausbau - nach dem ländlichen Raum solle laut Joussen noch 2011 mit der Erschließung städtischer Gebiete begonnen werden - möglicherweise in Berlin, Hamburg oder Bremen.