Gerichtsurteil: Auch Vodafone muss seine Stromrechnung zahlen
12.12.2012 16:48
Rückwirkende Befreiung nicht möglich, halbe Million Euro wird fällig
Von mit Material von dpa
 Vodafone muss zahlen
Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat die
rückwirkende Befreiung der großen Stromverbraucher von den
Netzkosten für das Jahr 2011 gekippt. Die Unternehmen könnten sich
erst ab 2012 befreien lassen, wie das Gericht heute entschied. Im
Energiewirtschaftsgesetz sei eine rückwirkende Befreiung nicht
vorgesehen. Außerdem sei die bundesweite Umlage erst ab 2012 möglich.
Gegen den Beschluss (Az.: VI-3 Kart 46/12 (V)) kann Beschwerde
beim Bundesgerichtshof eingelegt werden. Zu den direkt Betroffenen
zählt auch der Düsseldorfer Provider Vodafone.
Die rückwirkende Befreiung war von der Bundesnetzagentur gewährt
worden. Für das Jahr 2011 war die Umlage auf die übrige Kundschaft
des jeweiligen Stromnetzbetreibers vorgesehen. Dagegen hatten diese bereits geklagt, über ihre Verfahren soll im kommenden Jahr
entschieden werden. Auch in ihrem Fall hatte das Gericht Bedenken
angemeldet: Eine komplette Kostenbefreiung sei im
Energiewirtschaftsgesetz nicht vorgesehen.
Vodafone muss zahlen
Kurzen Prozess machten die Richter dagegen heute mit
Vodafone. Das Mobilfunkunternehmen hatte im Dezember 2011 beantragt,
rückwirkend freigestellt zu werden. Es ging um über eine halbe
Million Euro. Die Landesregulierungsbehörde NRW war der Auffassung,
die Befreiung sei erst ab dem Stichtag der Antragstellung möglich.
Das Gericht ging nun noch einen Schritt weiter: Erst für 2012
kann die Befreiung gelten, denn die Netzgebühren würden
kalenderjährlich berechnet. Die sogenannte Stromnetzentgeltverordnung
war am 4. August 2011 in Kraft getreten.
Die Netzkosten machen etwa ein Fünftel des Strompreises für
private Haushalte aus. Auf Antrag können sich Unternehmen von den
Kosten befreien lassen, wenn sie mehr als zehn Gigawattstunden Strom
pro Jahr abnehmen. Die für die Stromnetzbetreiber entstehenden
Umsatzverluste werden ab 2012 durch eine bundesweite Umlage auf die
übrigen Endkunden ausgeglichen.
Weitere Meldungen zum Thema Urteil 
Leser empfehlen: Meistgelesene News der letzten 24 Stunden
Meinungen und Erfahrungen der Community:
 Daten werden geladen ...
Weitere News vom 12.12.2012:
- 01806 & 01807: Fast 3 600 Nummern für kostenlose Warteschleifen
- Blackberry: Im WLAN kostenlos untereinander telefonieren
- YotaPhone: LTE-Smartphone mit 4,3-Zoll-LC- und E-Ink-Display
- Gerichtsurteil: Auch Vodafone muss seine Stromrechnung zahlen
- Oppo Find 5: Neues 5-Zoll-Smartphone präsentiert
- Bundesnetzagentur droht Kabel-Anbietern offen mit Regulierung
- Vodafone bestätigt: Vertrag mit 1&1 läuft ungekündigt weiter
- VDSL Vectoring: Telekom offenbar kompromissbereit
- Kritische Sicherheitslücken: Microsoft und Adobe bringen Updates
- Wall Street Journal: Apple testet Fernseher-Prototypen
- Instagram: Neues Kamera-Design für die iPhone-App
- Gratis Intern-Flat bei Tchibo: Vielnutzern droht Options-Kündigung
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage
|
 |
Günstig surfen
Schnell surfen
Tipps und Tricks
Internet-Ratgeber
Internet-Dienste
Internet-Anbieter
DSL: Telekom, Vodafone, 1&1, o2, congstar, Tele2, easybell, M-net, NetCologne, Ewe Tel
Kabel: Kabel Deutschland, Unitymedia, KabelBW
Schmalband: avivo, meome, 1click2, KlaTro, Flashnet
Alle Firmen in der Übersicht
|