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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 30.05.2012 |
Editorial: Hat Vodafone die "Generation Upload" vergessen?22.08.2010
17:02 Ein kritischer Blick auf die aktuellen Daten-Tarife des MobilfunkbetreibersInhaltsverzeichnis:1. Uploader benötigen größeren Datenvolumentarif2. Netzinvestitionen, neue Daten-Flats und Hardware-Preise
Ein roter Irokesen-Haarschnitt diente als Sinnbild für die von Vodafone
ausgerufene Generation Upload, angesprochen fühlen sollten sich aber
alle Handy-Besitzer, die ihr Mobiltelefon nicht nur zum Telefonieren und
SMS-Versenden, sondern auch für mobile Datendienste nutzten. Die
sogenannten "Uploader" surfen über den mobilen Internetzugang auf herkömmlichen Webseiten,
kommunizieren auch unterwegs per E-Mail oder chatten per Instant Messaging mit Freunden, verraten
über Status-Updates oder selbst aufgenommene Fotos oder Videos in sozialen Netzwerken, was sie
gerade wo tun oder erleben, und verursachen so ein wesentlich größeres Datenvolumen im Monat
als herkömmliche Handy-Nutzer. Zugehörige der "Generation Upload" benötigen daher
einen Handy-Tarif mit eingeschlossenem Datenvolumen für schnelle Übertragungen über das
Mobilfunknetz zu einem möglichst günstigen Gesamtpaketpreis. Nach knapp einem Jahr "Generation
Upload" hat sich allerdings nur wenig Grundlegendes geändert. Hat Vodafone die "Generation Upload" im Stich gelassen?
nächste Seite: Netzinvestitionen, neue Daten-Flats und Hardware-Preise
Die Daten-Tarife des Düsseldorfer Mobilfunkbetreibers
Im Prepaid-Bereich setzt Vodafone auf die spontan für einzelne Online-Sitzungen buchbaren Websessions-Pakete für den mobilen Internetzugang per Handy, Netbook oder Notebook sowie auf den Kombi-Tarif Callya OpenEnd Internet mit 2,49 Euro monatlicher Grundgebühr. Zudem stehen für Kunden mit CallYa-Tarif spezielle UMTS-Daten-Optionen für die mobile Internetnutzung mit Zusatzentgelten zwischen 99 Cent pro Tag und 14,95 Euro für 30 Tage bereit. Netbook- und Notebook-Nutzer mit Prepaid-SIM-Karte von Vodafone können fürs mobile Surfen im Internet auf die Websessions-Tarife (49 Cent für 15 Minuten bis 39,95 Euro für 30 Tage) zurückgreifen. Die Beschränkungen in den Daten-Tarifen von VodafoneIn einem Check der Tarifangebote für die Generation Upload haben wir im August vergangenen Jahres vor allem folgende Tarifdetails kritisiert: 1. Handy-Nutzer zahlen in den SuperFlat-Internet-Tarifen vergleichsweise hohe Minutenpreise für Anrufe; 2. das zur Verfügung stehende Datenvolumen für schnellere Übertragungen via EDGE, UMTS oder HSPA ist teilweise gering; 3. Dienste wie Tethering (das Handy als Modem fürs Notebook), VoIP, Instant Messaging oder Peer-to-Peer sind untersagt bzw. nur gegen Aufpreis möglich. Der Blogger-Gemeinde stieß zudem sauer auf, dass Vodafone sich bereit zeigte, zügig Internetsperren einzuführen. Das alles sind Beschränkungen, die Nutzern der Kategorie "Generation Upload" nicht schmecken. Bedenken muss man bei der Beurteilung aber auch: Neben den einzelnen Flatrate-Bestandteilen gehören auch ein fortgeschrittener Netzausbau mit hohen Datenübertragungsraten und ein vergleichsweise großes Angebot an Tarif-Optionen zu den Tarif-Leistungen. Und zu der damaligen Zeit sahen die Tarifangebote der drei anderen Mobilfunkbetreiber auch nicht besser aus. Neue Tarifmodelle angekündigtVodafone hat den Start der "Generation-Upload"-Werbekampagne mit der Ankündigung neuer Tarifmodelle verknüpft. Was hat sich also seit Ausrufen der "Generation Upload" getan in den Mobile-Daten-Tarifen des Düsseldorfer Mobilfunkbetreibers? Vodafone hat beispielsweise die SuperFlat-Internet-Tarife mit neuen Optionen ausgestattet, die Instant Messaging, Tethering, VoIP und die Peer-to-Peer-Nutzung über das Mobilfunknetz erlauben - allerdings nur gegen Aufpreis zwischen 9,95 Euro bis 29,95 Euro, denn Dienste wie etwa die Internet-Telefonie via Skype oder sipgate schaden dem eigenen Geschäftsmodell. Zudem hat Vodafone neben den oben schon erwähnten neuen Daten-Optionen zu den Handy-Tarifen für Post- und Prepaid-Kunden mit maximal UMTS-Geschwindigkeit von 384 kBit/s im Downstream bei der Datenübertragung die maximale Bandbreite in den herkömmlichen Datentarifen grundsätzlich auf bis zu 7,2 MBit/s im Downstream begrenzt. Zum Jahreswechsel wird offenbar auch in den Tarifen der Prepaid-Discounter im Vodafone-Netz die für die Nutzer verfügbare Bandbreite von vornherein auf maximal 384 kBit/s gedrosselt (wir berichteten).
Auf der folgenden Seite erfahren Sie, warum
Flatrate-Tarife dennoch Nutzungsbeschränkungen haben.
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