Bekenntnis: Vodafone will am Festnetz festhalten
17.02.2013 11:52
Jens Schulte-Bockum: Kritik an Telekom-Plänen zu Vectoring
Von
 Vodafone will nicht ausschließlich auf das Mobilfunknetz setzen.
Der neue Deutschland-Chef von Vodafone, Jens Schulte-Bockum, will neben dem Mobilfunkgeschäft
unbedingt am Festnetzgeschäft festhalten. Zu Gerüchten, dass die von Vodafone 2008 integrierte
Festnetztochter Arcor verkauft werden könnte, sagte er in einem morgen erscheinenden Interview mit dem
Nachrichtenmagazin Focus: "Festnetz und
Mobilfunk werden immer stärker aufeinander angewiesen bleiben.
Wir glauben an den Technologiemix aus Mobilfunk und Festnetzlösungen." Erst in dieser Woche hatte es
Gerüchte um eine Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone gegeben.
Vodafone hatte ursprünglich geplant,
statt des Festnetzes ausschließlich auf Mobilfunkleitungen zu setzen. So sollte die von der Telekom gemietete
Kupferleitung (Fachbegriff TAL) durch LTE ersetzt werden.
Schon damals hielten Experten diesen Plan für gewagt,
da LTE ein Shared Medium ist und sich alle Kunden die Kapazität eines Funkmastes teilen müsste. Ein Wechsel
hätte zwar eine Ersparnis von etwa 10 Euro netto pro Kunde und Monat für die Miete der TAL eingebracht,
hätte jedoch auch schnell zu Problemen führen können.
Kein annehmbares Vectoring-Angebot vorliegend
Im gleichen Interview kritisierte der 46-Jährige Vodafone-Chef die - so Focus - "zögerliche Haltung der Telekom"
bei den Plänen, das alte Kupferkabel mit schnellerer Technologie (VDSL Vectoring)
aufzurüsten. Für die Teilnahme am Vectoring liege Vodafone noch kein Angebot vor, "das für Telekom-Wettbewerber annehmbar wäre",
so Schulte-Bockum. Letztlich sei durch die neue Technologie, die der Telekom wieder die Netzhoheit
beim Festnetz zurückgäbe, eine "Remonopolisierung des Festnetzgeschäftes" möglich, so der Manager.
Diese Kritik ist insofern auch interessant, als dass die Telekom in dieser Woche in einem Positionspapier
Vodafone als Befürworter der Telekom-Pläne dargestellt hat. Wörtlich heißt es in dem unserer Redaktion vorliegenden
Dokument, das
heftige Reaktionen ausgelöst hat, in einer Art Faktencheck wörtlich: "[Fakt ist, dass ...] 3. die Wettbewerber
keineswegs geschlossen gegen die Investitionspläne der
Telekom sind. Die im VATM organisierten Unternehmen wie Vodafone und Telefonica - im
Unterschied zur politischen Verbandspitze - haben großes Interesse an der
Nutzung der Hochleistungsanschlüsse. Dort, wo die Telekom in Vectoring investiert,
profitieren auch Wettbewerber und deren Kunden: Sie erhalten mit Vectoring ein Bitstromprodukt mit der doppelten Bandbreite in Vergleich zum herkömmlichen VDSL."
Beim Mobilfunkgeschäft nannte Schulte-Bockum erstmals Zahlen der wieder belebten Zweitmarke otelo. "Wir
haben übrigens derzeit 800 000 otelo-Kunden," sagte er. In der Vergangenheit hätte man die
Marke vernachlässigt, jetzt investiere man wieder.
Anzeige:
Weitere Meldungen zum Thema Vodafone 
Weitere Meldungen zum Thema VDSL Vectoring 
Meinungen und Erfahrungen der Community:
 Daten werden geladen ...
Weitere News vom 17.02.2013:
- Editorial: Der Unterschied abertausender Smartphones
- ZTE Grand X In im Test: Zweites Android-Handy mit Intel-Chip
- Online-Handel und Downloads verdrängen die Musik-CD
- EasyAcc 8400: Riesen-Zusatz-Akku mit zwei USB-Anschlüssen
- Bekenntnis: Vodafone will am Festnetz festhalten
- Neu: Internetradio und Media Receiver von Arnova mit Android 4.0
- Vodafone Sure Signal SP 2820V: Neue Femtozelle bald verfügbar (Update)
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage
|
 |
Tarife der Netzbetreiber
Tarife der Provider
Sonderrufnummern
Ratgeber:
Technisches:
Messaging:
Sonstiges
|