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Vodafone hat Vermarktung von Femtozellen für Privat­kunden eingestellt

Vodafone bietet keine Femtozellen für Privatkunden mehr an. Geschäftskunden sollen die Technik weiterhin bekommen. In unserer Meldung lesen Sie einige der Gründe, die gegen die UMTS-Basisstation für die Nutzung in den eigenen vier Wänden sprechen.
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Vodafone bietet Privatkunden keine Femtozellen mehr anVodafone bietet Privatkunden keine Femtozellen mehr an Vor zwei Jahren hat Vodafone zunächst für Geschäftskunden die Femtozelle vorgestellt. Dabei handelt es sich um kleine UMTS-Mobilfunkzellen, die dazu geeignet sind, die Versorgung in geschlossenen Räumen zu verbessern. Das ist vor allem dann interessant, wenn die Kunden von der regulären Mobilfunkversorgung abgeschirmt wohnen oder arbeiten, so dass die Funkwellen der Basisstationen nicht oder nur sehr schwach ins Büro oder Ladenlokal gelangen.

Die Femtozelle wird über einen herkömmlichen Breitband-Internet-Anschluss - beispielsweise per DSL oder Kabel - angebunden und so ins Mobilfunknetz integriert. Nach dem Geschäftskunden-Angebot hatte Vodafone die unter dem Namen Sure Signal - später Super Signal - vermarktete Technik auch für private Interessenten zugänglich gemacht. Dabei erfolge die Vermarktung allerdings nur schleppend, zumal es mit der verwendeten Hardware auch technische Probleme gab, wie der Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreiber auf Anfrage einräumte.

Aus für die Femtozelle kam schon im Frühjahr

Bereits im Frühjahr hat Vodafone nach nur knapp einem Jahr die Vermarktung der Femtozellen für Privatkunden heimlich, still und leise wieder eingestellt. Das bestätigte die Pressestelle des zweitgrößten deutschen Mobilfunk-Netzbetreibers auf Anfrage von teltarif.de. Geschäftskunden wolle das Unternehmen aber bei Bedarf weiter mit Femtozellen versorgen.

Nach Vodafone-Angaben sei die Nachfrage bei Privatkunden nach einer Femtozelle deutlich unter den Erwartungen geblieben. Allerdings hatte der Telekommunikationsdienstleister das Produkt auch kaum aktiv vermarktet. So erstaunt es nicht, dass sich nur wenige Interessenten für Vodafone Super Signal gefunden haben, das zu Monatspreisen ab 9,99 Euro bei einer 24-monatigen Mindestvertragslaufzeit gebucht werden konnte.

Kunden berichten von technischen Problemen

Kunden, die die Femtozelle von Vodafone im Einsatz haben, berichten auch von technischen Problemen. So würden Telefonverbindungen zum Teil erst im zweiten Anlauf hergestellt werden, war in Online-Foren zu lesen. Das könnte im Umkehrschluss bedeuten, dass die Erreichbarkeit der Nutzer auch bei eingehenden Gesprächen nicht immer gewährleistet ist.

Nicht zuletzt meldet Vodafone die Funkanlage auch bei der Bundesnetzagentur an, was naturgemäß mit administrativem Aufwand verbunden ist. So gesehen sprechen offenbar verschiedene Faktoren und nicht nur das angebliche mangelnde Interesse der Kunden gegen das Angebot. Wie berichtet hat der Netzbetreiber für Geschäftskunden inzwischen eine Alternative eingeführt, die sich allerdings eher zur Versorgung größerer Firmen eignet.

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