Vodafone testet digitale Dividende in Baden-Württemberg
07.04.2009 17:06
100 Testhaushalte erhalten Funk-Internet mit bis zu 7,2 MBit/s
Die Gemeinden Bopfingen und Unterschneidheim
im Ostalbkreis werden als erste Kommunen in Baden-Württemberg mobiles
Breitband-Internet über Rundfunk-Frequenzen - also über die Nutzung der sogenannten digitalen Dividende - erhalten.
Eine
entsprechende Vereinbarung haben Vodafone Deutschland und die baden-württembergische
Landesanstalt für Kommunikation (LFK) getroffen, wie beide Parteien heute in Stuttgart mitteilten. Der Versuch soll im Mai
starten. Vodafone hatte erst vor kurzem angekündigt, in den Internetzugang mit Hilfe der digitalen Dividende investieren zu wollen.
In dem Modellprojekt will Vodafone ein Jahr lang testen, wie ein
ländliches Gebiet ohne DSL oder Kabel-Internet unter
Alltagsbedingungen mit mobilem Internet versorgt werden kann. In
einem ersten Schritt sollen dazu rund 100 Testhaushalte kostenfrei
mit passenden Endgeräten ausgestattet werden. Mit ihnen können die Nutzer per
Funk im Internet surfen.
Download soll mit bis zu 7,2 MBit/s möglich sein
Im Test sollen Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s im Down- und bis zu 1,4 MBit/s im Upstream möglich sein. Vodafone setzt dazu UMTS samt Beschleuniger HSDPA ein. Die Verteilung der notwendigen Endgeräte erfolgt in Absprache mit den Gemeinden.
Monatliche Gebühren fallen über den Versuchszeitraum nicht an. Ziel
der LFK und Vodafone ist es, in Zukunft auch Bewohnern ländlicher
Gebiete durch neue Techniken den Zugang zum Internet zu ermöglichen. Der Versuch läuft im Einvernehmen mit der Bundesnetzagentur. Das Projekt soll auch klären, ob es Auswirkungen beim DVB-T- und DVB-C-Fernsehempfang gibt.