Quartalszahlen

Vodafone: Mobilfunk befeuert das deutsche Geschäft

Zahlen der Vodafone Group jedoch durch Krisenländer belastet
Von mit Material von dpa
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Vodafone Deutschland hat im ersten Quartal (1. April bis 30. Juni) seines aktuellen Geschäfts­jahres einen deutlichen Umsatz-Zuwachs erzielt. Der Service-Umsatz stieg von rund 2,17 auf 2,26 Milliarden Euro (plus 4,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahres­zeitraum. Verantwortlich dafür war vor allem das starke Umsatz-Wachstum im Bereich Mobilfunk (plus 5,3 Prozent). Der Umsatz des Festnetz-Segments stieg hingegen nur leicht (plus 0,8 Prozent).

Vodafone-LogoVodafone hat seine Quartalszahlen vorgelegt Die Zahl an DSL-Kunden sank: Waren es im Vorjahres­zeitraum noch 3,45 Millionen Kunden, sind es nun 3,35 Millionen (minus 2,9 Prozent). Auch die Zahl der Mobilfunk-Kunden sank - laut Vodafone vor allem aufgrund der "Ausbuchung inaktiver Prepaid-Nutzer" auf 35,8 Millionen. Das Düsseldorfer Unternehmen betont jedoch, man habe im vergangenen Quartal im Gegenzug 152 000 "umsatzstarke Vertragskunden" neu hinzugewinnen können.

Mobilfunk-ARPU steigt um mehr als 4 Prozent

Bemerkenswert: Vodafone steigerte den durchschnittlichen Monatsumsatz (ARPU) eines Mobilfunk-Kunden von 15,30 Euro auf nun 15,90 Euro - ein Plus von mehr als 4 Prozent. Die Umsätze mit mobilen Daten (ohne SMS/MMS) stiegen um fast 20 Prozent auf 492 Millionen Euro. Insgesamt macht das Datengeschäft bei Vodafone nun bereits 28,5 Prozent des gesamten Mobilfunk-Umsatzes aus.

Vodafone hat aktuell gut 200 000 LTE-Kunden

In Deutschland, teilte das Unternehmen heute zudem mit, habe man aktuell mehr als 200 000 LTE-Kunden gewinnen können. Die Zahl an LTE-Basisstationen liegt derzeit bei rund 3 000.

Gesamtkonzern steht schlechter da als deutsche Tochter

Während Vodafone Deutschland gut dasteht, lief es für die gesamte Vodafone Group nicht ganz so gut: Der weltgrößte Mobilfunk­konzern hat wegen eines schwachen Geschäfts in Südeuropa im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres etwas weniger umgesetzt als erwartet. Der Mobilfunkumsatz stieg wechselkurs­bereinigt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,6 Prozent, wie das Unternehmen heute in London mitteilte. Analysten hatten mit etwas stärkerem Wachstum gerechnet.

Der Gesamtumsatz des Konzerns legte organisch um 1 Prozent zu, mit Berücksichtigung von Wechselkurs­effekten gingen die Erlöse jedoch um 7,7 Prozent auf 10,77 Milliarden Britische Pfund (13,8 Milliarden Euro) zurück. Das Geschäft mit der mobilen Datennutzung wuchs bei den Briten wechselkursbereinigt um über 17 Prozent.

Krisenländer belasten Vodafone-Geschäft

Im Geschäft von Vodafone spiegelt sich die konjunkturelle Lage Europas wider: Während die deutsche Tochter im Mobilfunk ohne Wechselkurseffekte um 4,2 Prozent zulegte, gaben Spanien und Italien im teilweise zweistelligen Prozentbereich nach. Auch im Heimatmarkt Großbritannien verlor das Unternehmen wegen starken Wettbewerbs und einer schwachen Wirtschaftsentwicklung etwas an Boden (minus 0,8 Prozent).

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