Die Gefahr für Unternehmen, von Computer-Würmern
wie
Conficker infiziert zu werden, ist einer neuen Studie zufolge
wieder sprunghaft gestiegen. In der ersten Jahreshälfte 2009 sei die
Zahl solcher Infektionen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008
weltweit nahezu um hundert Prozent in die Höhe geschnellt, teilte der
Softwarehersteller
Microsoft heute mit.
Von dieser Entwicklung sind allerdings vor allem
Unternehmensnetzwerke betroffen, private Nutzer kommen
vergleichsweise glimpflich davon. Das liege unter anderem auch daran,
dass Nutzer ihre privaten Computer in aller Regel eher automatisch
mit der aktuellsten Sicherheitssoftware bestücken, hieß es.
In Deutschland und Österreich lag die Infektionsrate von PCs mit
0,3 und 0,21 Prozent deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt (0,87 Prozent).
Deutschland schneide traditionell vergleichsweise gut ab,
sagte Microsoft-Sprecher und Sicherheitsexperte Thomas Baumgärtner.
Mit ein wesentlicher Grund dafür liege in dem guten Ausbau mit
schnellen
DSL-Leitungen. Die gute Infrastruktur gewährleiste auch,
dass die Nutzer regelmäßig ihre Sicherheitssoftware mit Updates auf
dem neusten Stand halten.
Größte Gefahr geht von gefälschter Sicherheitssoftware aus

Trotz der erhöhten "Wurm-Gefahr" machten der Studie zufolge solche
Infektionen lediglich rund 6,7 Prozent der Attacken aus und liegen
damit an vierter Stelle. Die größte Gefahr sei hierzulande mit einem
Anteil von 39,5 Prozent von Trojanischen Pferden ausgegangen. Am
weitesten verbreitet waren in Deutschland die Trojanischen Pferde
Wintrim und Alureon. Trojanische Pferde tarnen sich als harmlose
Software, können sich aber heimlich im Computer festsetzen und
anschließend ferngesteuerte Aufgaben ausführen.
Die größte Bedrohung unter den Würmern weltweit sei weiterhin von
Conficker ausgegangen, gefolgt von dem Wurm Taterf, der in dem
Beobachtungszeitraum seine Infektionsrate um 156 Prozent steigern
konnte, hieß es. Auf Platz eins der häufigsten Bedrohungen stehen
weiterhin Attacken durch gefälschte Sicherheitssoftware. Solche
Schadsoftware sei im ersten Halbjahr 2009 von mehr als 13 Millionen
Computern mit Hilfe von Microsoft-Produkten entfernt worden. Ein Jahr
zuvor waren es allerdings noch 16,8 Millionen.
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Viren, Phishing, Spyware: Gefahren und Abwehrstrategien
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Microsoft erstellt zweimal im Jahr seinen "Security Intelligence
Report" zur aktuellen Sicherheitslage rund um Computer-
Schadprogramme. Die Informationen zieht das Unternehmen aus mehreren
Quellen. Als Daten-Basis dienen weltweit mehr als 450 Millionen
Computer sowie die Analyse von Milliarden von Websites und den über
Microsofts Hotmail versendeten, jährlich mehreren Milliarden E-Mails.
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