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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Bundesweiter VDSL-Ausbau bei Vodafone: So funktioniert's28.01.2010
18:33 Technischer Hintergrund zum bundesweiten Vodafone-Highspeed-Netz
Gestern Abend überraschte Vodafone mit der
Ankündigung, schon ab dem Sommer ein
eigenes VDSL-Netz in insgesamt
750 Orten in Deutschland zu verfügen und dieses
an die Endkunden vermarkten zu wollen. Die Zahl von insgesamt 750 Orten
ist in sofern unerwartet, als das die Deutsche Telekom
mit hohen Investitionen in den vergangen
Jahren gerade einmal 50 Orte mit VDSL erschlossen hat. Was als steckt hinter der Ankündigung
und wie schafft Vodafone diesen vermeintlich großflächigen Ausbau so schnell?
![]() Ein VDSL-DSLAM der Deutschen Telekom Um einen VDSL-Anschluss anbieten zu können, muss ein Anbieter sein Netz mit VDSL-DSLAMs ausgebaut haben. Diese DSLAMs sind die Gegenstelle für das VDSL-Modem in der Wohnung des Kunden, also so etwas wie der DSL-Port beim klassischen DSL. Die Deutsche Telekom hat in den vergangenen Jahren in den 50 versorgten Städten so genannte Outdoor-DSLAMs aufgebaut. Das bedeutet nichts anderes, als dass diese DSLAMs sich nicht in der Vermittlungsstelle befinden, wie es bei klassischem DSL (zumindest in Stadtgebieten) üblich ist, sondern sich auf der Straße befinden. Sie sind in die Kabelverzweiger (KvZ) eingebaut, in denen jeder Telefonanschluss von der Hauptleitung abgeht zu den einzelnen Kundenanschlüssen. 750 Orte durch Erschließung der Vermittlungsstellen
Die Outdoor-DSLAMs sind es aber auch, die Netzbetreibern Probleme bereiten beim Netzaufbau. Denn sie benötigen Leitungen bis zu den KvZ, müssen einen eigenen KvZ bauen oder aber sich in den Telekom-KvZ einmieten. Dabei sind die Preise, die die Deutsche Telekom für Leitungen und KvZ-Miete kassieren möchte, noch nicht reguliert und Einigungen zwischen den Anbietern schwierig. Vodafone hat sich daher zu einem anderen Weg entschlossen: Da der Anbieter zahlreiche Vermittlungsstellen erschlossen hat, um eigene Vollanschlüsse anbieten zu können, nutzt er diese Stellen im Netz nun, um VDSL aufbauen zu können. Die DSLAMs werden also in die Vermittlungsstellen eingebaut, die Kunden in etwa einem Kilometer Umkreis können versorgt werden. Vodafone-VDSL wird ein Inselnetz
Übrigens: Mehr dazu, wie eine Vermittlungsstelle und die Lenkung von Sprache und Daten funktioniert, haben wir in einem Hintergrundartikel zusammengefasst.
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