VDSL-Router

VDSL-Router mit Modem im Hardware-Überblick

Aktuelle Hardware-Angebote zum Mieten oder Kaufen
Von Sebastian Friedrich
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Mit VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) können Internetnutzer gleichzeitig hochauflösendes IPTV empfangen, VoIP-Telefonate führen und im Internet surfen. In Verbindung mit einem HDTV-Receiver kann der Nutzer so hochauflösende Fernseh- und Videoinhalte empfangen. Der schnelle Zugang zum Netz stillt den immer größer werdenden Breitband-Hunger vieler User. Wer sich trotz länger währenden Streits über die Zukunft und Öffnung des Highspeed-Internets für einen Anschluss entschieden hat, steht vor der Anschaffung neuer Hardware, die die im Vergleich zu normalem DSL höheren Up- und Downloadraten von VDSL richtig nutzbar machen. Prinzipiell funktionieren auch ältere Router mit einem vorgeschaltetem VDSL-Modem, allerdings klagen in Foren viele User älterer Router in Verbindung mit einem VDSL-Anschluss über Geschwindigkeitseinbußen.

Konsumenten haben beim VDSL-Vertragsabschluss die Möglichkeit, Hardware direkt vom Anbieter mit zu erwerben, beziehungsweise zu mieten. Alternativ kann außerhalb von Laufzeitverträgen nach einem VDSL-Router Ausschau gehalten werden. teltarif.de gibt im folgendem einen Überblick aktuell im Angebot befindlicher Hardware in Verbindung mit einem VDSL-Vertrag und vergleicht dies mit dem Hardware-Kauf ohne Vertragsbindung.

Die Angebote der überregionalen VDSL-Anbieter

Speedport W722VSpeedport W722V von T-Home Wer über T-Home einen VDSL-Anschluss buchen möchte, kann zwischen einem Speedport W920V und einem Speedport W722V wählen. Beide VDSL-Router erfüllen neben den Aufgaben von Router und Modem auch die den Anschluss zwei analoger Endgeräte wie Telefon oder Fax. Der Speedport W920V bietet zudem eine DECT-Basisstation für bis zu fünf Handgeräte und und es können bis zu acht ISDN-Telefone angeschlossen werden. Um die schnelle Internetverbindung nicht auf dem Weg zum PC auszubremsen, ist Draft-N-WLAN an Bord. Die Funkverbindungen wie WLAN und am Speedport W920V auch DECT lassen per Knopfdruck oder Zeitschaltung ein- und ausschalten.

Wer einen VDSL-Anschluss über T-Home beantragt, kann die genannten Geräte mieten: Dabei schlägt der Speedport W920V mit einem monatlichen Grundpreis von 3,95 Euro zu Buche, der Speedport W722V mit 2,95 Euro. Der Mietpreis wird allerdings gestaffelt und sinkt nach jeweils zwölf Monaten Mietzeit, so dass er nach vier Jahren weniger als 1 Euro beträgt. Dabei hat das Mietangebot Vor- und Nachteile: So wird etwa bei einem Defekt das Gerät kostenfrei ausgetauscht, dafür bleiben die Router über die gesamte Mietdauer Eigentum der Telekom. Sollte etwas mehr Bewegung in den noch recht überschaubaren Markt der VDSL-Anschlüsse kommen und Kunden zu einem anderen Anbieter wechseln wollen, müsste das Gerät zurückgegeben werden. Wer nicht auf das Mietangebot zurückgreifen möchte, kann die genannten Geräte für etwa 170 Euro (W920V) beziehungsweise 125 Euro (W722V) in Online-Shops finden.

AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390 bei 1&1

Konkurrent 1&1 bietet zu einem VDSL-Anschluss den Homeserver an, der technisch dem AVM-Router Fritz!Box Fon WLAN 7390 entspricht. Das Gerät bietet vier LAN-Anschlüsse, eine DECT-Basisstation, Anschlussmöglichkeiten für analoge und ISDN-Telefone, zwei USB-Ports sowie einen UPnP-Server für Audio- und Video-Streaming. Den 1&1 Homeserver erhalten Kunden kostenlos, wenn sie zu ihrer Doppelflat 50.000 die Homenet-Option für 2,99 Euro monatlich mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten buchen. Außerhalb von Vertragsangeboten wird die noch nicht lieferbare AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390 in Online-Shops ab etwa 235 Euro zum Vorbestellen angeboten.

Vodafone liefert zu seinen VDSL-Angeboten kostenlos ein VDSL-Vorschaltmodem sowie die VDSL-kompatible EasyBox 602 aus, falls der Kunde diese oder die EasyBox 802 noch nicht besitzt. Beide EasyBoxen bieten den Anschluss von PCs an vier LAN-Ports und per WLAN N, von mehreren analogen Telefonen oder Faxgeräten sowie USB-Ports, zum Beispiel für Speichersticks. Die EasyBox 802 unterstützt auch ISDN.

Hansenet (Alice) hat derzeit die Vermarktung von VDSL-Zugängen ausgesetzt.

Alternative zu Vertragsangeboten

FRITZ!Box Fon WLAN 7390FRITZ!Box Fon WLAN 7390 von AVM Wer zu seinem VDSL-Anschluss nicht auf Hardware seines Internet-Providers zurückgreifen möchte, findet einen bislang überschaubaren Markt an Routern mit integriertem VDSL-Modem. Tatsächlich wird der noch recht junge Markt von den genannten Speedport-Geräten sowie der kurz vor Auslieferung stehenden FRITZ!Box Fon WLAN 7390 bedient.

Wer auf andere Geräte ausweichen möchte, ist momentan eher auf eine Router-Lösung ohne integriertes VDSL-Modem angewiesen. Dabei ist der VDSL-Modem-Kauf allerdings recht teuer: Für etwa 170 Euro bietet beispielsweise Allnet das VDSL-Master-Modem 100 MBit an, das Speedport W503V kostet knapp 100 Euro. Wer zusätzlich noch einen neuen Router mit WLAN N anschaffen möchte, spart kaum gegenüber der Lösung eines VDSL-Routers mit integriertem Modem.

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