Das Gezerre um den Zugang zum
VDSL-Netz
der
Telekom war groß. Dadurch, dass die
Telekom selbst keinen normalen Internet-Zugang über das Netz anbot, unterlag VDSL
nicht
der Regulierung und die Telekom musste ihren Mitbewerbern auch keinen Zugang
gewähren. Nun aber will die Telekom selbst einen Internetzugang über VDSL anbieten und
gibt das Netz ohne Regulierung für ihre Mitbewerber frei.
1&1
und
Vodafone
haben bereits Verträge mit der Deutschen Telekom über den Resale-Zugang geschlossen.
Doch dabei wird es nicht bleiben.
Nach Informationen von teltarif.de befindet sich auch
HanseNet, bekannt unter dem
Namen Alice, aktuell in Verhandlungen mit der Deutschen Telekom über den
Resale-Zugang zu VDSL. Der Anbieter hätte damit die Möglichkeit, seinen Kunden nicht
nur wie bislang bis zu 16 MBit/s im Downstream zur Verfügung zu stellen, sondern
bis zu 50 MBit/s. Mit einem Abschluss der Verhandlungen ist
in den nächsten Wochen zu rechnen, das Endkundenprodukt soll schon kurz
darauf angeboten werden.
Zu vermuten ist, dass auch die Mitbewerber erst in den nächsten Wochen starten werden,
möglicherweise zum gleichen Termin. 1&1 hat zum Monatsbeginn mit der Vermarktung
begonnen und
kann nach eigenen Angaben die Kundendaten ab 15. September über eine
neue Schnittstelle an die Deutsche Telekom geben. Wie schnell diese dann die Anschlüsse
umsetzen kann, bleibt offen, da es sich um neue Abläufe und Prozesse handelt.
Allerdings: IPTV wird Alice über die
Highspeed-Anschlüsse nicht anbieten
können. Der Grund: Die für das eigene IPTV-Programm und Video-on-Demand-Dienste
benötigten sogenannten Videopumpen und Multicast-Streams lassen sich nicht über Bitstream-Zugänge
erreichen.
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