Marktstudie

Breitband in Deutschland: 4,3 Milliarden GB Traffic pro Jahr

VATM stellt Studie zum Telekommunikationsmarkt 2011 vor
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Der Datenhunger beim Breitband-Internet wird immer größerDer Datenhunger beim Breitband-Internet wird immer größer Die Zahl der Festnetz-Breitbandanschlüsse nimmt in diesem Jahr um rund 1,1 Millionen auf 27,5 Millionen zu. Zu diesem Schluss kommt die Studie zum Tele­kommunikations­markt 2011 des VATM und Dialog Consult. Rund 810 000 Haushalte werden in Deutschland Ende 2011 an Glasfasernetze mindestens bis zum Gebäudekeller angeschlossen sein, aktiv genutzt werden demnach aber nur 498 000 Anschlüsse. Der Anteil von geschalteten Glasfaseranschlüssen (FTTH, FTTB) am Gesamtmarkt beträgt somit 1,1 Prozent,

Das insgesamt verursachte Datenvolumen der Breitbandanschlüsse in Deutschland beträgt den Schätzungen zu Folge 4,3 Milliarden Gigabyte. Das pro Breitbandanschluss und Monat verbrauchte Datenvolumen liegt dieses Jahr bei 12,1 GB. Die ungebrochen weiter zunehmende Verbreitung von Videoanwendungen aller Art führt zu einer erneuten Zunahme. Aus den Mobilfunknetzen heraus werden 120,2 Millionen Gigabyte verursacht. Das sind rechnerisch pro Nutzer und Monat 166 MB.

440 Millionen Festnetzminuten am Tag

"Auch 14 Jahre nach der vollständigen Liberalisierung wird die Telekom im Festnetzbereich trotz Umsatzeinbußen mit 47,6 Prozent Gesamtumsatzanteil fast genauso viel umsetzen wie alle Wettbewerber inklusive Kabelanbieter zusammen", so VATM-Präsident Gerd Eickers. Im Bereich Breitband dominiert die Telekom Deutschland auch Ende 2010 mit 45 Prozent Endkunden-Anteil deutlich den Markt. Die Kabel-Anbieter haben, inklusive dem Markt für TV-Übertragungen, einen Umsatz-Marktanteil von 10,4 Prozent, die klassischen Festnetz-Alternativ-Anbieter 42 Prozent.

404 Millionen Gesprächsminuten werden pro Tag im deutschen Festnetz realisiert. Hier sind auch Internettelefonie und Kabelanschlüsse eingerechnet. Ein Großteil der Verbindungsminuten werden über die Leitungen des Komplettanbieters des Kunden realisiert. Der Anteil liegt bei 83,7 Prozent. Nur noch etwa 16,3 Prozent der Gesprächsminuten bzw. 66 Millionen Minuten am Tag führen die Kunden über Call by Call oder Pre-Selection.

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