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Uneins: HP veröffentlicht eigene Ubuntu-Version - aber nicht für alle, oder doch?

Von Jan Rähm
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HP hat eine eigene Version der populären GNU/Linux-Distribution Ubuntu vorgestellt. Ihr Name: "Mobile Internet Experience", kurz MIE. Sie soll auf den Geräten der HP "Mini 1000"-Serie als Alternative zu Windows XP angeboten werden.

Was das HP-System von seinen Ubuntu-Verwandten mit Netbook-Anpassung unterscheidet, ist sein Userinterface. So besteht Start-Screen aus einer Suchbox, einer Liste der Lieblingswebsites, Shortlinks zu Bildern und Musik sowie Schnellstartern für ausgewählte Programme. Diese Inhalte sind in einzelne Boxen unterteilt. Auch neu eingegangene Mails werden in einer der Boxen angezeigt. Das "Startmenü" - wenn man es denn als solches Bezeichnen möchte enthält die Programmstarter und ist in mehrere Tabs unterteilt, wie es ähnlich in der Eee PC-Oberfläche (unter Linux) gelöst ist.

Linux-üblich ist neben dem eigentlichen, hier von HP angepassten, System eine Vielzahl von Anwendungen bereits vorinstalliert. Darunter sind zum Beispiel die freie Office-Suite OpenOffice.org, die Mozilla-Produkte Firefox, Thunderbird und Sunbird sowie der Instant-Messenger Pidgin. Eine Besonderheit ist der Mediaplayer. Dieser Player namens "HP MediaStyle" wurde HP zufolge speziell für das System entwickelt und zeigt neben Bildern auch Videos an und gibt Musik wieder.

Doch eines ist unklar. Gegenüber dem Onlinedienst ZDNet.co.uk hat HP verlauten lassen, dass das HP Mini 1000 in der MIE-Edition nicht und oder nicht über all in den Märkten Europas, des nahen Ostens und Afrika (EMEA) eingeführt werden wird. Sicher ist, dass die britischen Händler nur Geräte mit Windows XP erhalten werden. Was Deutschland betrifft ist noch nichts sicher.

Einen Hoffnungsschimmer für Linux-Freunde gibt es jedoch: HP wird wohl das System als Download anbieten - und zwar in Form eines Repositories für Ubuntu. So ist es einfach, die Oberfläche auch auf anderen Netbooks als jenen von HP zu installieren. Die Pfade zum Repository brauchen nur der Quellenliste des Synaptic-Paketmanagers hinzugefügt werden und schon soll die Installation starten können.

<via ZDNet.co.uk, downloadsquad.com und HP>