Alternativ-Suchmaschine

Statt Google: Deutscher Suchdienst Unbubble hat "Neu­tra­li­täts-Algorithmus"

Die deutsche Alternativ-Suchmaschine Unbubble will mit einem "Neutralitäts-Algorithmus" bessere Suchergebnisse liefern als Google. Nun wurden viele Details verbessert, wir berichten auch über neue Quellen, die die Meta-Suche findet.
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Deutscher Suchdienst Unbubble bietet Neutralitäts-AlgorithmusDeutscher Suchdienst Unbubble bietet Neutralitäts-Algorithmus Die Macher der kürzlich gestarteten deutschen Suchmaschine Unbubble arbeiten weiterhin an einer Verbesserung ihres Suchdienstes. Diese werden allerdings nicht immer sofort in die reguläre Suchmaschine unter unbubble.eu implementiert - interessierte Nutzer können diese auf einer separaten Beta-Seite ausprobieren.

Ausgangspunkt ist die wachsende Unzufriedenheit vieler Nutzer mit Google als Haupt-Suchmaschine im täglichen Einsatz. Abgesehen von manchmal stark werblichen Einträgen auf der ersten Suchergebnisseite kritisieren Nutzer vermehrt, dass relevante Inhalte über Google gar nicht mehr oder nur noch sehr schwierig zu finden sind. Und über die datenschutzrechtlich problematische Auswertung von Suchanfragen und Suchverhalten des Nutzers berichten wir auf teltarif.de regelmäßig. Doch kann eine rein deutsche Suchmaschine die Alternative sein?

"Neutralitäts-Algorithmus" soll einseitige Quellen erkennen

Unter beta.unbubble.eu können Interessenten die zuletzt implementierten Features vor dem endgültigen Start ausprobieren. Sowohl die Benutzeroberfläche als auch der Kern der Suchmaschine sollen in mehrmonatiger Entwicklungsdauer intensiv überarbeitet worden sein. Die jetzige Version soll die vorherige Variante in den nächsten Wochen ersetzen. Die Suchmaschine stellt Suchergebnisse in acht Sprachen und für elf Länder bereit.

Außer der Anpassung des User-Interface hat das Team Optimierungen für die Verwendung auf mobilen Geräten vorgenommen. Außerdem gibt es nun eine separate Shopping- und Nachrichten-Suche. Außerdem haben die Entwickler zusätzliche Quellen für umfassendere Ergebnisse eingepflegt und die Suchalgorithmen überarbeitet, was auch bessere Suchvorschläge beim Eintippen bewirken soll.

Insbesondere mit der Abtrennung von Shopping- und Newssuche wollen die Entwickler bei den Ergebnissen der regulären Websuche eine höhere Neutralität gewährleisten als beispielsweise Google. Die Macher sprechen ganz unverblümt von einem "Neutralitäts-Algorithmus", der einseitige Quellen erkennen und nach hinten verschieben soll.

Im Bereich Caching und Logging wollen die Entwickler die Suchmaschine ebenfalls verbessert haben, was die Verlässlichkeit der Suchmaschine erhöhen soll. Geloggt werden laut Unbubble aber ausschließlich technische Daten, das Nutzerverhalten werde nicht ausgewertet. Ob die Existenz von Suchvorschlägen eine solche Aussage rechtfertigt, muss vorerst dahingestellt bleiben.

An neuen Quellen sind in den letzten Wochen das Social-News-Portal Reddit.com, der offene Knowledge Graph Freebase.org, das Internet-Archiv Archive.org, die von der EU geförderte Kultursuchmaschine Europeana, die Bing-Bildersuche sowie Blinde-Kuh.de, eine vom Bundesfamilienministerium geförderte Suchmaschine für Kinder, hinzugekommen.

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