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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Internet zu Hause mit DSL oder UMTS08.06.2009
15:29 Für wen UMTS als Alternative zu DSL sinnvoll istInhaltsverzeichnis:1. UMTS als vollwertiger Ersatz für einen DSL-Anschluss?2. Unterschiede in den Vertragsmodellen
Die Nutzung des Internets über Mobilfunk
hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland durchgesetzt. Viele
Mobilfunkkunden nutzen den Zugang über EDGE oder
UMTS, um unterwegs online zu sein und sich
Informationen aus dem Internet zu beschaffen. Konsequent weitergedacht stellt
sich für manchen Nutzer die Frage: Brauche ich überhaupt noch einen DSL-Anschluss zu Hause? Ist der mobile Zugang dem
Anschluss über Kupferkabel mittlerweile ebenbürtig oder gar überlegen? Der
Frage nach einem möglichen Ersatz für den konventionellen DSL-Anschluss durch
einen UMTS-Zugang sind wir nachgegangen.
nächste Seite: Unterschiede in den Vertragsmodellen
Unterschiede in Technik und VerfügbarkeitGenerell unterscheiden sich die Varianten DSL und UMTS zuerst einmal in der Übertragungstechnik. Bei UMTS werden die Daten per Mobilfunknetz übertragen, bei DSL werden Glasfaser und Kupferkabel genutzt. Im technischen Aufbau liegen bereits einige Grundvoraussetzungen für deutliche Unterschiede der beiden Technologien. So sind die derzeit maximal möglichen Geschwindigkeiten bei DSL höher als bei UMTS, wobei die höchstmögliche Übertragungsrate im Download von 7,2 MBit/s im UMTS-Netz durchaus konkurrenzfähig ist. Diese wird jedoch tatsächlich nur selten erreicht, dazu bedarf es perfekten Empfangs und nahezu exklusiver Nutzung einer Funkzelle.
Jedoch auch bei DSL-Anschlüssen schwankt die Geschwindigkeit, die real am
Anschluss des Kunden messbar ist. Gerade abends, wenn die Mehrzahl der
Internetnutzer zu Hause am Computer oder vor IPTV sitzt, bleibt von den
versprochenen Maximalbandbreiten oft nicht viel übrig. Am stationären Anschluss
treten allerdings naturgemäß keine Schwankungen auf, die von der Empfangsstärke
und dem aktuellen Aufenthaltsort abhängen. Kann es mit UMTS durchaus vorkommen,
dass der Empfang in Badezimmer oder Küche besser ist als im Arbeitszimmer, sind
solche Unterschiede bei kabelgebundenen Anschlüssen nicht das Problem. Werden
die Endgeräte allerdings per WLAN mit dem DSL-Router
verbunden, kann sich die Signalqualität innerhalb eines Hauses durchaus stark
unterscheiden.
Deutliche Unterschiede gibt es jedoch in den Latenzzeiten zwischen DSL und UMTS. Die Latenzzeiten - auch Ping-Zeiten genannt - bezeichnen die Zeit zwischen dem Senden eines Datenpakets über das Internet und der Antwort des Servers und sind beispielsweise für Online-Spieler wichtig. Sie entscheiden aber auch über den schnellen Start eines Downloads oder können den Erfolg oder Misserfolg eines Gebots wenige Sekunden vor Ende eine eBay-Auktion bedeuten. In jedem Fall hat hier DSL im Vergleich zu UMTS die Nase deutlich vorn, die Antwortzeiten sind deutlich geringer als über die Mobilfunkverbindungen. Sie liegen - abhängig von Leitungsqualität und -länge - meist zwischen 40 und 100 Millisekunden, können aber durch Maßnahmen wie Fastpath oft weiter gesenkt werden. Bei UMTS mit HSDPA hat der Test Werte zwischen 122 und 172 Millisekunden ergeben, ohne HSDPA liegen die Werte im Normalfall höher. In der Praxis bedeutet dies bei DSL beispielsweise häufig einen schnelleren Seitenaufbau beim Surfen, wenn etwa datenintensive Flash-Animationen angezeigt werden sollen. Bei Downloads von größeren Dateien und guter UMTS-Geschwindigkeit fällt die Latenzzeit weniger ins Gewicht, sollen viele kleine Dateien heruntergeladen werden, sorgt dies für einige Verzögerung. Die Verfügbarkeit muss immer geprüft werdenAllgemein gilt: Nur an den Orten, wo DSL und UMTS verfügbar sind, stellt sich überhaupt die Frage nach der bevorzugten Technologie. In Städten und größeren Gemeinden gibt es mittlerweile meist sowohl DSL als auch UMTS - allerdings kann die Auswahl des UMTS-Anbieters sich in ländlichen Gebieten durchaus von selbst erledigen, da oft nur einer der Anbieter regional verfügbar ist. In den so genannten weißen Flecken auf der DSL-Landkarte kann es jedoch auch mit UMTS schwierig werden. Abgelegene Gebiete ohne DSL-Verbindung, die nicht in der Nähe von wichtigen Verkehrsknotenpunkten oder Autobahnen liegen, sind oft auch nicht mit schnellen Mobilfunkverbindungen versorgt. In jedem Fall sollte, egal wo genau der Wohnort liegt, vorher getestet werden, ob ein UMTS-Signal empfangen werden kann und von welchem Anbieter. Eine allgemeingültige Aussage kann nicht getroffen werden. Lesen Sie auf der nächsten Seite, wo die Unterschiede in den Verträgen bestehen, bei welchen Nutzungsmöglichkeiten DSL oder UMTS Vorteile haben und wie das Fazit ausfällt.
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