Fast drei Millionen Deutsche haben nach eigenen Angaben schon einmal per E-Mail oder
SMS eine Beziehung beendet. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Branchenverbands
BITKOM.
"Technologien wie E-Mail oder SMS erleichtern unsere Kommunikation
und sind fester Teil unseres Lebens - mit vielen positiven, teils aber auch fragwürdigen Begleiterscheinungen", sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. "Es gibt sicher gute Gründe, Beziehungsfragen im direkten Gespräch zu klären statt per elektronischer Mitteilung." Tatsächlich werden derzeit die meisten
Beziehungen noch im Gespräch beendet. 61 Prozent aller Befragten haben das Gespräch gesucht, jeder zehnte schrieb einen Brief.
Trennung per Mail oder SMS vor allem bei Jüngeren
Jüngere Menschen trennen sich häufiger per E-Mail oder SMS von ihrem Partner. Von den Teenagern zwischen 14 und 19 Jahren ist es jeder Siebte. Bei Älteren
ist diese Gewohnheit weniger verbreitet. Aber immerhin 2 Prozent der über 60-Jährigen haben bereits mit einer SMS eine Beziehung beendet. Nennenswerte Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt es nicht.
3 Prozent aller Befragten billigen, eine Beziehung auf diese Weise zu beenden. 92 Prozent lehnen es demgegenüber ab. Unter den 14 bis 19-Jährigen liegt die Ablehnung sogar bei 99 Prozent. "Offenbar
klaffen bei einigen Jugendlichen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Mit den eigenen Verhaltensprinzipien geht man sichtlich entspannt um", so Berg.