Glaubenskrieg

Ubuntu: Canonical mag Netbooks lieber als Tablets

Nach wie vor keine offizielle Tablet-Version in Planung
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Ubuntu mag NetbooksUbuntu mag Netbooks lieber als Tablets Die Wahl zwischen Netbook und Tablet ist keine leichte und gerät für Viele zur Geschmacksfrage. Vom bereits vor über einem Jahr von verschiedenen Stellen postulierten Ende der Netbooks durch den Boom der Tablets ist allerdings derzeit noch wenig zu sehen. Netbooks verkaufen sich nach wie vor und haben sich trotz der steigenden Konkurrenz durch einen festen Platz im Computermarkt erobert. Das sieht auch Canonical offenbar so, denn wie die Linux-Spezialisten nun mitteilen, setzt das Unternehmen nach wie vor auf Netbooks und nicht auf Tablets als Plattform für sein beliebtes und kostenloses Betriebssystem Ubuntu.

Wie Mark Shuttleworth, Gründer von Canonical, im Interview mit der PC World zur Protokoll gab, sieht man großes Potenzial für den PC-Bereich in neuen globalen Märkten, und hier seien Netbooks die beste Wahl. Das klingt wegen des geringen Preises von Netbooks zunächst nachvollziehbar, denn neue Märkte lassen sich derzeit vor allem in Schwellenländern erzielen, wo die Kaufkraft vergleichsweise niedrig ist. Nicht ganz passen zu der Aussage will allerdings die Strategie von Canonical, die das Aus der beliebten Netbook-Edition vorsieht. Diese wird nun aber laut Shuttleworth offenbar doch nicht sterben, sondern in Zukunft sogar Systeme mit ARM-Prozessor unterstützen.

Noch immer kein Ubuntu für Tablets

So schön das Festhalten an den Netbooks für die Nutzer auch ist, so wenig sinnvoll erscheint es jedoch, den Tablet-Bereich vollständig zu vernachlässigen. Zwar wird, wie in der Vergangenheit bereits mehrfach zu sehen war, Ubuntu nach und nach an die Touchscreen-Bedienung angepasst. Noch immer gibt es aber keine offizielle Tablet-Version des Linux-Betriebssystems, und auch eine echte Unterstützung für die mittlerweile auch schon nicht mehr ganz neue Geräteklasse fehlt. Angesichts des Potenzials, das Tablets auf dem Markt nachgesagt wird, muss Canonical aufpassen, hier keine Chance zu verpassen.

In diesem Jahr jährt sich im Übrigen der Geburtstag von Linux zum 20. Mal, was die Fan-Gemeinde dazu veranlasst hat, dem System zu huldigen. OMG! Ubuntu hat unter den Ergebnissen ein schönes Video entdeckt, das die vergangenen 20 Jahre in nur gut drei Minuten zusammenfasst.

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