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Ubuntu Netbook Edition 10.10: Unity, Ubuntu One und soziale Netzwerke11.10.2010
11:00
Seit gestern ist Ubuntu 10.10, Spitzname Maverick Meerkat, zu haben. Viele Neuerungen wurden angekündigt, unter anderem ein neuer Installer und die Oberfläche Unity. Mobicroco hat das System heruntergeladen und geschaut, wie rebellisch sich das Erdmännchen auf einem älteren Netbook (Eee PC 901) gebärdet.
Die Installation
Das mit dd auf einen USB-Stick übertragene Image scheiterte ebenso wie ein mit unetbootin überspieltes Pendant, dass zwar noch zum Booten ansetzte, dann aber stecken blieb – einen handzahmen Eindruck macht Maverick Meerkat damit auf keinen Fall. Zu müde, mich mit der Materie auseinanderzusetzen, habe ich zu einem Rohling und externen CD-Rom-Laufwerk gegriffen und siehe da, alles lief wie geplant. Ubuntu 10.10 startet, anders als Vorgängerversionen, sofort einen Dialog, in dem das System eine sofortige Installation oder einen vorhergehenden Test anbietet. Auch wer sich für die sofortige Installation entscheidet, merkt, dass Canonical Einiges getan hat. Neue Hinweise erinnern gleich zu Beginn daran, dass eine Installation ohne eine Steckdose und ausreichend Festplattenplatz nur suboptimal ist, verschiedene Checkboxen bieten an, schon während der Installation neue Pakete herunterzuladen oder Software von Drittabnietern zu installieren. Wer mehrere Festplatten oder SSDs im Netbook verbaut hat, sollte dem Partitionierer kritisch gegenüber stehen. Auf dem Testsystem wollte Ubuntu Netbook Edition 10.10 anstelle einer SSD einen USB-Stick nutzen, Unaufmerksamkeit und Durchklicken könnten später zu interessanten Ernüchterungen führen. Neben den guten Bekannten ext[234], Reiser, jfs und xfs hat das rebellische Erdmännchen auch das Dateisystem btrfs im Angebot. Letzteres wird vom Kernel 2.6.35 noch als experimentell eingestuft und ist somit nur etwas für Risikofreudige. Ist die Partitionierung klar, beginnt Ubuntu 10.10 sofort mit der Installation, noch offene Abfragen, etwa zur Zeitzone, Tastenbelegung, und Nutzerangaben können parallel getätigt werden. Die Infos über Neuerungen des Systems, die sonst immer automatisch eingeblendet werden, lassen sich während der Installation auch manuell durchklicken. Die Installation lief meines Erachtens recht behäbig durch, was aber an einem bereits ausgiebig genutzten CD-RW-Rohling und nicht sonderlich flinken externen optischen Laufwerk gelegen haben kann. Das Erdmännchen ist nicht nur nicht handzahm, manchmal scheint es auch dumm zu sein, etwa, wenn es die Installations-CDs ausspuckt und dann einen I/O-Error ausgibt. Unity, Software Center und die Wolke
Fazit
Die Ubuntu Netbook Edition 10.10 macht auch auf älteren Netbooks noch eine gute Figur. Die neue Unity-Oberfläche bietet schnellen Zugriff auf viele Funktionen, ohne viel Platz auf dem winzigen Bildschirm zu benötigen, die kürzlich mit viel taramtamtam eingeführte Schriftart Ubuntu fiel mir nicht sonderlich auf. Einige Neuerungen, beispielsweise den Wechsel der Fotoverwaltung von F-Spot auf Shotwell betrachte ich mit gemischten Gefühlen. Nicht dass ich Mono mag, aber die Frage ist, ob sich große Fotosammlungen problemlos importieren lassen, denn was im Kleinen funktioniert, muss das im Großen noch lange nicht tun, vor allem nicht auf schwachbrüstigen Netbooks. Alles in allem scheint das neue Ubuntu 10.10 eine runde Sache zu sein, die ruhigen Gewissens auch Anfängern ans Herz gelegt werden kann. Schnell, bunt und wolkig, ein System, das ganz dem Zeitgeist entspricht. Von rebellisch kann keine Rede sein, das Erdmännchen lässt sich eher als possierlich bezeichnen. Falko Benthin
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Meinungen und Erfahrungen der Community:
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- Erste Eindrücke und Tests zu Windows Phone 7 (mit Video) |
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