Offiziell vorgestellt

Ubuntu for phones: Canonical-Betriebssystem fürs Smartphone

Mobiles Ubuntu basiert auf Android und wird auf CES vorgeführt
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Ubuntu for phones offiziell vorgestelltUbuntu for phones offiziell vorgestellt Das Unternehmen Canonical hat nun offiziell eine mobile Betriebssystem-Version von Ubuntu für Smartphones mit der Bezeichnung "Ubuntu for phones" vorgestellt. Die Software basiert zwar auf dem Google-Betriebssystem Android, soll aber deutliche Unterschiede in den Anwendungen mit sich bringen. Canonical zufolge können mit der Ubuntu SDK künftig Anwendungen programmiert werden, die auf allen Ubuntu-basierenden Plattformen laufen sollen. Allerdings können die Applikation nicht mit Java geschrieben werden, sondern mit Hilfe eines kostenlosen Toolkits "bearbeitet" werden. Damit sollen die Apps entweder nativ oder via HTML5 geschrieben werden können. Bereits im vergangenen Jahr hatte Canonical Ubuntu für Android präsentiert.

Nach dem aktuellen Stand sollen bereits Apps für Facebook, Google Maps und weitere bekannte Anwendungen auf Ubuntu für Smartphones laufen - ob auch aktuelle Android-Apps darauf funktionieren, ist noch nicht bekannt. Das Unternehmen will mit der mobilen Ubuntu-Version dem Nutzer auch einen leicht vernetzbaren Zugriff mit dem Smartphone und einem Computer ermöglichen. So wird beispielsweise das Szenario genannt, einen eigenen Ubuntu-Computer zu erhalten, indem ein Smartphone mit einer Docking-Station, einem Monitor und einer Tastatur verbunden wird. Weiterhin soll das System für Entwickler und auch interessierte Netzbetreiber leicht anpassbar sein. Speziell dafür stellt Canonical zwei verschiedene Systeme bereit.

Entry-Level-Ubuntu-Smartphone und High-End-Ubuntu "Superphone"

Bei den verschiedenen Ubuntu-Versionen handelt es sich um: Entry-Level-Ubuntu für Smartphone und High-End-Ubuntu für "Superphone". Die Versionen haben unterschiedliche Systemvoraussetzungen für Smartphones. Für die Entry-Level-Ubuntu-Variante sollte der Prozessor einen 1-GHz-Cortex A9, einen Arbeitsspeicher mit 512 MB bis 1 GB und einen Flash-Speicher mit 4 bis 8 GB haben sowie Multi-Touch unterstützen - eine Konvergenz mit dem Desktop wird nicht benötigt. Letztere setze allerdings die Version für High-End-Smartphone voraus. Zudem sollte das Smartphone einen Quad-Core-A9- oder Intel-Atom-Prozessor, mindestens einen 32-GB-Flash-Speicher sowie einen Arbeitsspeicher mit einer Mindestgröße von 1 GB an Bord haben.

Einige Features des neuen mobilen Betriebssystems im Überblick

Zugriff aus App-Übersicht und AnwendungenZugriff aus App-Übersicht und Anwendungen Das mobile Betriebssystem ähnelt natürlich stark dem Ubuntu für den Computer. Favorisierte Apps kann sich der Nutzer am linken Rand via Fingerstrich auf einem Blick anzeigen lassen. Zudem hat der Nutzer die Möglichkeit, sich entweder von der linken oder rechten Seite den Home-Bildschirm mit den am häufigsten genutzten Inhalten anzeigen zu lassen. Mit einem Fingerstrich von der rechten Kante des Bildschirm gelangt der Anwender zudem zurück zur letzten Anwendung - so soll schnell zwischen den Anwendungen gewechselt werden können. Außerdem kann mit einem Fingerstrich über die untere Kante ein kleines Menü mit den Funktionen "Select", "Import" und "Camera" ausgewählt werden. Darüber können Bilder, Nachrichten, Apps und Webseiten getauscht werden.

Canonical wird das neue mobile Ubuntu fürs Smartphone auf der kommenden CES in Las Vegas vorführen. Auf welchen mobilen Endgeräten das neue System laufen wird und zu welchem Termin es zum Einsatz kommt, ist noch nicht bekannt. Wir werden für Sie live von der CES 2013 in Las Vegas berichten. Eine Übersicht zu allen Artikeln erhalten Sie auf dieser Seite.

Mark Shuttleworth spricht über Ubuntu for phones