Preiskracher

txtr Beagle für 10 Euro: Preisbrecher unter den E-Book-Readern

Kompakter 5 -Zöller empfängt E-Books via Bluetooth vom Handy
AAA

Die Frankfurter Buchmesse ist gestartet und passend dazu gibt es nahezu täglich Nachrichten über neue E-Book-Reader und Ver­marktungs­konzepte. Aktuell meldet sich der Berliner Hersteller txtr zu Wort, um den es nach der Vorstellung des txtr-Reader auf der CeBIT 2009 recht ruhig geworden ist. Das Unternehmen will mit dem txtr Beagle den weltweit günstigsten E-Book-Reader auf den Markt bringen – das Gerät könnte demnach bereits für 10 Euro zu haben sein.

txtr Beagle für 10 Euro: Der Preisbrecher unter den E-Book-Readerntxtr stellt den Beagle für 10 Euro vor Möglich macht den Preis ein vollkommen neues Konzept und der Verzicht auf jedwede Extras wie WLAN, USB oder Audio-Unter­stützung. Der E-Book-Reader wird zum Zubehör für Smartphones, das via Android-App mit dem Handy kommuniziert. Eine App für iOS sei laut txtr in Arbeit. Bücher werden via Bluetooth auf das Lesegerät übertragen – nicht im gewohnten ePub- oder PDF-Format, sondern nur als Seite für Seite gerenderte Grafiken. Dadurch ist der Einsatz eines schwächeren Prozessors möglich, was sich zusätzlich im Preis des txtr Beagle niederschlägt. Die Übertragung der E-Books vom Smartphone auf das Lesegerät soll nur wenige Sekunden dauern.

Zur möglichst buchnahen Darstellung bringt der txtr Beagle ein 5 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 800 mal 600 Pixel mit. Dabei setzt txtr mit der Vizplex-Technologie auf den Vorgänger der e-Ink/Pearl-Displays. Ein solcher Bildschirm kommt auch beim neuen Kobo mini zum Einsatz. Das Lesegerät soll laut Hersteller alle vom Smartphone oder PC unterstützten Formate wie ePub und PDF unterstützen.

Die Verwirrung um den Speicherplatz des txtr Beagle

txtr Beagle für 10 Euro: Der Preisbrecher unter den E-Book-ReadernVia Bluetooth kommen die E-Books auf das Lesegerät Fragen wirft der Speicher des txtr Beagle auf. Obwohl dieser mit 4 GB recht groß ausfällt, passen laut Hersteller gerade einmal bis zu fünf Titel auf das Gerät. Dies hängt mit dem Über­tragungs­weg und der Darstellung der E-Books zusammen: Durch das Rendering wird statt des Originals quasi eine Abbildung des jeweiligen E-Books gezeigt. Diese benötigen weitaus mehr Speicher­platz als gewöhnliche ePub-Dateien. Als eigentliches Speicher­medium sowie für den Erwerb und die Verwaltung der E-Books fungiert das Android-Smartphone.

Ebenfalls etwas unkon­ventionell ist der von txtr eingesetzte Stromlieferant. Statt eines Akkus wird der Beagle von zwei herkömmlichen AAA-Baterien betrieben. Diese sollen Strom für über ein Jahr bei einem durch­schnittlichen Lesebedarf von 12 bis 15 Büchern pro Jahr liefern.

Mit 140 mal 105 mal 4,8 Millimeter und einem Gewicht von 128 Gramm inklusive Batterien wird der txtr Beagle zu den kompaktesten Geräten auf dem Markt gehören. Angeboten werden soll der E-Book-Reader in den Farben Jade Grün, Grapefruit, Violett und Türkis. Beim Vertrieb setzt txtr zunächst auf Partner­schaften mit Mobilfunk­betreibern, die vor allem durch den E-Book-Verkauf über die txtr-eigene Plattform mitverdienen sollen.

Wird es den E-Book-Reader wirklich zu kaufen geben?

txtr Beagle für 10 Euro: Der Preisbrecher unter den E-Book-Readerntxtr Beagle: Der 5-Zöller ist besonders
leicht und kompakt
Bislang nannte das Berliner Unternehmen noch keinen Termin für die Markt­einführung des txtr Beagle. Daher ist es nur zu hoffen, dass das Gerät diesmal auch wirklich erscheinen wird. Bereits 2009 stellte txtr seinen ersten E-Book-Reader offiziell vor, verzögerte den Markt­eintritt jedoch von Monat zu Monat. Bis heute ist das als txtr-Reader bekannte Modell nicht erschienen. Auch die Geräte-Informationen auf der Webseite des Herstellers sind verschwunden.

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