Hacker-Angriff auf Twitter
Unbekannte Hacker haben den
Kurznachrichtendienst Twitter angegriffen. Wie der
Sicherheitsdirektor von Twitter,
Bob Lord, in seinem Blog
schrieb, könnten von der Attacke rund 250 000 Twitter-Nutzer
betroffen sein. Die Hacker hätten sich unter anderem Zugang zu den
Nutzernamen, den Email-Adressen und auch Passwörtern verschaffen können.
Das Unternehmen habe in dieser Woche zunächst Anzeichen für einen
Hackerangriff entdeckt und bei einer Überprüfung die Cyber-Attacke
bemerkt. Twitter habe die Passworte daraufhin geändert. Die Betroffenen könnten
sich nicht einloggen und würden per Email aufgefordert, ihre
Passworte zu ändern. "Dieser Angriff war kein Werk von Amateuren",
erklärte Lord und meinte, es sei auch kein isolierter Vorfall.
Nähere Informationen zur möglichen Herkunft der Angreifer gab
Twitter allerdings nicht bekannt.
Insgesamt sei nur eine verhältnismäßig kleine Nutzerzahl direkt von dem Hack
betroffen, so Lord. Dennoch gibt er allen Twitter-Nutzern den Rat,
ihre Passwörter regelmäßig zu ändern. Am besten seien Passwörter, die
neben groß- und kleingeschriebenen Buchstaben auch Zahlen und Symbole
enthalten würden.
Twitter-Hack kein Einzelfall
Erst diese Woche wurde bekannt, dass auch die "New York Times"
und das "Wall Street Journal" zum Ziel von vermutlich chinesischen
Hackerattacken geworden sind. Auch die "Washington Post" meldete erst heute einen
mutmaßlich chinesischen Hacker-Angriff. Sie ist nun bereits die dritte
große US-Zeitung, die eine Cyber-Attacke aus China bekanntgab. Der
Angriff sei bereits 2011 entdeckt und gestoppt worden.
Wie die Zeitungen berichteten, sei
es den Hackern offenbar darum gegangen, die Berichterstattung
der Zeitung über China zu überwachen. Auch andere US-Medien seien von
derartigen Übergriffen betroffen.
Im Fall der chinesischen Hackerattacken ermittle die Bundespolizei
FBI seit mehr als einem Jahr, hieß es unter Berufung auf eingeweihte
Personen. Es würde sogar erwägt werden, den Fall als Bedrohung
für die nationale Sicherheit einzustufen.