Soziale Netzwerke

Mitgliederzahlen: Google+ rückt Facebook auf die Pelle

21 Prozent aller Internetnutzer weltweit twittern
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21 Prozent aller Internetnutzer twittern.21 Prozent aller Internetnutzer twittern. Twitter ist das soziale Netzwerk, das am schnellsten wächst. Das zeigen Zahlen von GlobalWebIndex. Gemessen an absoluten Nutzer-Zahlen ist aber Facebook mit weitem Abstand weltweiter Marktführer. Google+ habe sich auf Rang zwei vorgeschoben, vor der hauseigenen Konkurrenz Youtube. GlobalWebIndex sieht einen Nutzer dann als aktiv an, wenn er im letzten Monat entweder etwas beigetragen oder das Netzwerk genutzt hat.

Aktive Nutzer: Facebook schlägt Google

Den Zahlen zufolge kommt Facebook auf etwa 700 Millionen aktive Nutzer. Google+ soll 350 Millionen Nutzer haben. Youtube und Twitter haben beide etwa 300 Millionen aktive Nutzer. Auf den weiteren Plätzen, aber deutlich abgeschlagen, folgen einige chinesische Netzwerke wie zum Beispiel Sina Weibo, Tencent oder Youku.

Gemessen an den Veränderungen zwischen dem zweiten und dem vierten Quartal 2012 kann der Kurznachrichtendienst Twitter auf das stärkste Wachstum blicken. Um etwa 40 Prozent soll die aktive Nutzerbasis gewachsen sein. Facebook kommt im gleichen Zeitraum auf ein Wachstum von 30 Pozent, Google+ hingegen soll etwa 25 Prozent mehr aktive Nutzer haben.

Mittlerweile sollen 21 Prozent aller Internetnutzer twittern. In Deutschland sind es aber nur 6 Prozent. In anderen Ländern liegt die Quote teils erheblich darüber. Daneben soll sich auch das Nutzungsverhalten geändert haben. Es hätten nur 51 Prozent der aktiven Twitter-Nutzer im Dezember einen Tweet gepostet - beinahe die Hälfte nutzt Twitter also beobachtend. Auch das Nutzungsverhalten ändert sich. Die Zahlen von GlobalWebIndex zeigen, dass Twitter zunehmend eine wichtige Quelle für Hinweise auf Produktinformationen und Shopping-Angebote wird. Für Unternehmen wird die Kommunikation der eigenen Marke über Twitter deswegen immer wichtiger.

In Deutschland sind die VZNetzwerke die wahrscheinlich prominentesten regionalen sozialen Netzwerke. Die Zahl der aktiven Nutzer geht dort aber kontinuierlich zurück. Für MeinVZ weisen die Zahlen von GlobalWebIndex dabei einen Einbruch um 60 Prozent aus, StudiVZ musste einen Rückgang aktiver Nutzer um etwa 50 Prozent verkraften. Auch andere regionale Netzwerke müssen verkraften, dass die aktive Nutzerbasis zurückgeht.

Google+: Von der Geisterstadt zum zweitgrößten Netzwerk

Insbesondere die Google+-Zahlen scheinen auf den ersten Blick überraschend. Dafür ist wohl die Struktur des Netzwerks verantwortlich: Google integriert seinen Dienst in sein Gmail-Angebot, seine Websuche und viele andere Dienste. Auch Android-Nutzer müssen einen Account beim sozialen Netzwerk eingerichtet haben, wenn sie eine App besprechen wollen. Die Zahlen zeigen, dass die Integration der einzelnen Dienste für Google ein großer Erfolg ist.

Insgesamt wird deutlich, dass die sozialen Netzwerke für viele Internetnutzer zur zentralen Schnittstelle zum Internet werden. Die Bedeutung für die Organisation des Privatlebens steigt. Unternehmen wiederum können dies für die bessere Vermarktung ihrer Produkte nutzen. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass auch der Kundenservice soziale Netzwerke berücksichtigen muss. Wer heute auf der Facebook-Präsenz eines Unternehmens nachsieht, wird dort oft auch Supportanfragen finden. In vielen Fällen gibt es sogar eine Antwort.

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