Fernsehen

Von Deutschland bis zur USA: Gratis & legal TV-Sendungen streamen

Die Lieblingssendung verpasst? Das kann heute eigentlich nicht mehr passieren. Fernsehgucken kann man fast überall, und Mediatheken bieten Zugriff auf Sendungen der vergangenen Tage. Einige Portale bieten sogar Zugriff auf TV-Streams aus aller Welt.
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Von Deutschland bis zur USA: Gratis & legal TV-Sendungen streamenTV-Streaming über das Internet am Beispiel Amazon Instant Video Wer neben den heimischen Programmen auch Fernsehsender aus aller Welt empfangen will, braucht in der Regel eine Satellitenschüssel auf dem Dach. Ein Internetanschluss tut es in vielen Fällen aber auch: Auf der Webseite wwitv.com (World Wide Internet Television) finden Nutzer Links zu Live-Streams von internationalen Fernsehsendern. Oft handelt es sich dabei um Angebote der Rundfunkanstalten selbst, es geht also alles mit rechten Dingen zu. Zusätzliche Hardware wird nicht benötigt und auch der Umweg über Proxy-Server ist nicht notwendig. JavaScript sollte auf dem Rechner aber aktiviert sein.

Aus Deutschland sind zum Beispiel viele öffentlich-rechtlichen Sender dabei, inklusive der meisten dritten Programme. Finanziert werden die Streams oftmals über Werbung. Abenteuerlustige Surfer können auf der Seite aber auch exotischere TV-Programme ansehen - von Andorra über die Mongolei bis zum Vatikan oder der USA ist hier fast jedes Land der Welt vertreten. Meistens handelt es sich um Live-Streams, manchmal verlinkt die Seite aber auch auf Aufnahmen des Programms.

TV-Qualität sollte man bei den meisten Streams aber nicht erwarten. Gerade bei den ungewöhnlichen Sendern braucht es manchmal ein wenig Fantasie, um in den pixeligen Bildern etwas zu erkennen. Eine weitere Hürde kann hinzukommen, wenn die TV-Sendungen über einen YouTube-Kanal verbreitet werden. Für deutsche Nutzer bleibt dann nämlich der Bildschirm schwarz. "Live-Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich", heißt es zur Erklärung. Gegebenenfalls muss der Nutzer einfach ausprobieren, ob er den Stream hierzulande abrufen kann.

TV-Streaming in Deutschland

Heute gibt es kaum einen deutschen Sender, der sein Programm nicht auch über das Internet verbreitet. Am einfachsten ist dabei die Nutzung der öffentlich-rechtlichen Programme, deren Streams direkt und ohne weitere Kosten auf den Websites der Sender angeboten werden. Finanziert werden die Mediatheken durch die Rundfunkbeiträge.

Werbefinanziert sind hingegen oftmals die Video-Portale der privaten Sender wie der ProSiebenSat.1 Media AG oder der RTL-Gruppe. Sie bieten oft eigene Apps an, über die man dann die Sendungen auf dem Tablet oder Smartphone sehen kann. So gibt es die 7TV-App für die Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe und die RTL-Now-App für die RTL-Programme. Trotz der Finanzierung über Werbung gibt es auch Anwendungen, für die Nutzer bezahlen müssen. So kostet der Zugriff auf Live-Programme bei 7TV beispielsweise 2,99 Euro im Monat, bei RTL Now sind es 1,79 Euro.

Alternativen zu den Mediatheken

Live-Streams der großen Privatsender gibt es aber auch bei Internet-TV-Portalen wie Zattoo, Magine, Kino.tv oder Schöner Fernsehen. Diese Portale haben den Vorteil, dass es hier wie bei anderen Empfangsarten eine große Auswahl an Stationen gibt. Zugreifen kann man auf die Portale im Browser am PC oder auf Mobilgeräten über Apps. Aber auch hier gilt, kostenlos sind im Wesentlichen nur die öffentlich-rechtlichen Sender. Die Privaten sieht man etwa bei Zattoo nur, wenn man sich für ein Monatsabo entscheidet, das 5 Euro kostet. Ähnlich macht es Magine. Bei Kino.tv oder Schöner Fernsehen bezahlt man den Fernsehgenuss mit viel Werbung rings um das Bild.

Die Oberklasse: Video-on-Demand-Portale

In einer ganz anderen Liga als die typischen Mediatheken spielen Video-on-Demand-Portale wie Netflix, Maxdome, Watchever oder Amazon Instant Video. Angeboten werden hier neben aktuellen Serien auch Blockbuster, Dokumentationen und Videos in Originalsprache. Das Streaming dieser Inhalte kostet jedoch. Ab 7,99 Euro pro Monat müssen Nutzer für einen Zugang zu den Portalen zahlen. Amazon rechnet sein Angebot Prime Instant Video sogar per Jahresgebühr ab. Inklusive Prime-Zugang müssen Nutzer hier 49 Euro pro Jahr auf den Tisch legen. Unabhängig von Prime kostet der reine Zugriff auf das Videoportal Instant Video pro Monat 7,99 Euro.

Wer sich für die Angebote der Video-on-Demand-Portale interessiert, sollte aber vorher prüfen, ob der Internet-Anschluss zu Hause auch schnell genug ist. Unter 6 MBit/s Datenübertragungsrate macht Streaming keinen Spaß.

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